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Vernehmlassung 2023/97: Wirksamkeitsbericht 2020–2025 des Finanzausgleichs zwischen Bund und Kantone · 124 Seiten
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Wirksamkeitsbericht 2020–2025 des Finanzausgleichs zwischen Bund und Kantonen
Zielerreichung des Finanzausgleichs
Abbildungen_WIBE_4_DFI.xlsx Abb.4.05
Abbildung 4.04 Standardabweichung und MAD des ASG-Index 2003-2020 (in Indexpukten)
Abbildung 4.04 Standardabweichung und MAD des ASG-Index 2003–2020
(in Indexpunkten)
50
40
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10
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Bemessungsjahr
STABW alle Kantone STABW bevölkerungsgewichtet MAD alle Kantone
Die Standardabweichung (STABW) ist das Standardmass, um eine Streuung zu messen. Sie gibt die mittlere Abweichung vom Mittelwert der Stichprobe an. In deren Berechnung fliessen im Gegensatz zur Spannweite alle Kantone ein. Wenn die Standardabweichung zunimmt, dann deutet dies auf eine Zunahme der Disparitäten hin. In Abbildung 4.04 ist der Verlauf der Stan- dardabweichung aufgeführt. Die Standardabweichung wird dabei von der Entwicklung der res- sourcenstarken Kantone, insbesondere von Zug und Schwyz, massgeblich bestimmt. Der oben beschriebene Einmaleffekt bei Zug im Jahr 2011 stellt einen statistischen Ausreisser dar, der die Standardabweichung verzerrt. Zu betonen ist, dass alle Kantone unabhängig von ihrer Grösse gleich gewichtet werden. Um die unterschiedlichen Grössen der Kantone zu berücksichtigen, zeigt die mittlere Kurve der Abbildung 4.04 die bevölkerungsgewichtete Standardabweichung. Der statistische Ausreisser von Zug 2011 ist wegen der geringen Grösse von Zug etwas weniger ausgeprägt sichtbar. Aus den Anpassungen des Ressourcenausgleichs im Rahmen der Umsetzung der STAF resultiert 2020 ein technisch bedingter Rückgang. Dies beeinträchtigt die Vergleichbarkeit mit den Vorjahren, so dass nicht beurteilt werden kann, ob die Tendenz abnehmend oder zunehmend ist.
Der Median der absoluten Abweichung (MAD) reagiert weniger sensitiv auf Ausreisser. Abbil- dung 4.04 zeigt dieses Mass für die Gesamtheit der Kantone. Gemäss diesem Indikator haben die Disparitäten zwischen 2009 und 2012 etwas abgenommen. Zwischen 2012 und 2018 haben sie sich auf einem leicht höheren Niveau eingependelt, bevor sie ab 2019 wieder stärker zugenommen haben. Würde man den MAD bevölkerungsgewichtet darstellen, so ergäbe sich praktisch dasselbe Bild.
Auf Basis des Ressourcenpotenzials wurde als weitere Messgrösse auch der Gini-Koeffizient berechnet. Dieser basiert auf der sogenannten Lorenz-Kurve und ist ein weit verbreitetes Mass für die Messung von Ungleichheit insbesondere bei der Einkommens- und Vermögensvertei- lung der privaten Haushalte. Er nimmt Werte zwischen null und eins an. Beim Wert null besteht eine Gleichverteilung und beim Wert 1 konzentriert sich das gesamte Einkommen, Vermö- gen oder Ressourcenpotenzial auf einen Kanton. Abbildung 4.05 zeigt die Entwicklung der