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Vernehmlassung 2023/97: Wirksamkeitsbericht 2020–2025 des Finanzausgleichs zwischen Bund und Kantone · 124 Seiten

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Wirksamkeitsbericht 2020–2025 des Finanzausgleichs zwischen Bund und Kantonen Zielerreichung des Finanzausgleichs

Ein wichtiger Faktor ist dabei die Konjunktur. Diese beeinflusst die Kantone vielfach unter- schiedlich und führt zu Veränderungen bei der Ressourcenstärke. Der Einfluss der Konjunktur auf das Ressourcenpotenzial bzw. auf die Steuerbemessungsgrundlage der einzelnen Kantone wurde ausführlich im zweiten Wirksamkeitsbericht analysiert.

Datengrundlage für die Messung der Disparitäten ist die Aggregierte Steuerbemessungsgrund- lage (ASG). Weil das für die Berechnung des Ressourcenausgleichs verwendete Ressourcen- potenzial einem Mittelwert der ASG über drei Bemessungsjahre entspricht, würden mit ihm die hier zu untersuchenden Entwicklungen geglättet und die Zahl der verfügbaren Jahre wäre noch geringer. Der ASG-Index wird gleich berechnet wie der Ressourcenindex und hat somit auch die gleiche Aussagekraft, umfasst jedoch nur ein Bemessungsjahr. ASG-Indizes stehen für die Jahre 2003 bis 2020 zur Verfügung.

In diesem Bericht werden verschiedene Messgrössen für die Disparitätenentwicklung aufge-

Abbildungen_WIBE_4_df.xlsxzeigt. Jeder Indikator hat Vor- und Nachteile. Um ein möglichst vollständiges Bild zu zeichnen, Abb.4.04

wird neben den gängigsten Messgrössen wie Spannweite und Standardabweichung auch der Median der absoluten Abweichung (MAD) und die Lorenzkurve bzw. der Gini-Koeffizient für die Darstellung der Disparitätenentwicklung verwendet. Die Diskussion fokussiert sich auf die Disparitäten vor Ressourcenausgleich. Die Auswirkungen des Ressourcenausgleichs auf die Dis-

Abbildung 4.03 paritäten,Spannweiten des ASG-Index 2003-2020 d.h. der Effekt der Umverteilung, werden indessen auch aufgezeigt.

Abbildung 4.03 Spannweiten des ASG-Index 2003–2020

300

250

200

Maximum 150

Minimum

100

50

0

Bemessungsjahr

Die Differenz zwischen dem Index des ressourcenstärksten und des ressourcenschwächsten Kantons ist ein einfaches, wenn auch grobes Mass für die Messung der Disparitäten. Die Diffe- renz wird hauptsächlich durch den Verlauf des stärksten Kantons (Zug) bestimmt. Zu beachten ist, dass die ASG 2011 von Zug einen Sondereffekt aufweist, der zu einem starken temporären Anstieg führt. Die Spannweite nimmt im Jahr 2020 etwas ab, da wegen der mit STAF einge- führten Zeta-Gewichtung der Unternehmensgewinne der ASG-Index des ressourcenstärksten Kantons zurück geht.