Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2025/57: Verordnungspaket Umwelt Frühling 2026 · 45 Seiten
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Verordnungspaket Umwelt Frühling 2026 VerpV
64 Teilnehmende lehnen den Absatz ab (51 Westschweizer Gemeinden, ASL, CIEL, EA ECCO, GALL, Promarca, REAL, SSV, STRID, Bern, Thun, VD, EZV-OW, ZEBA). Dies unter Angabe der folgenden Begründungen:
- Die Pfandpflicht sollte abgeschafft und durch eine freiwillige Pfandregelung ersetzt wer- den (51 Westschweizer Gemeinden).
- Die Pflichtpfandregel auf Mehrweg-Glasflaschen wird wegen Wettbewerbsverzerrung, sinkendem Mehrweganteil und Anreiz zum Wechsel auf Einweg kritisiert. Es wird die Streichung der Pfandpflicht gefordert (Bern, EZV-OW, GALL, REAL, SSV, STRID, Thun, ZEBA).
- Weitere Akteure lehnen die Pflichtpfandregel ab, da sie zu komplex sei und für neue oder kleine Systeme eine unrealistische Rücklaufquote setze, besonders für den Wein- bau und Kleinbrauereien. Die Entscheidung solle der Branche und den Unternehmen überlassen werden (ASL, CIEL, EA ECCO, Promarca, VD).
- Der Begriff «Branchenorganisation» könne zu Überschneidungen und Doppelzählun- gen führen (Bern, EZV-OW, GALL, REAL, SSV, Thun, ZEBA).
Art. 17 Abs. 2 «Mindestpfand für Mehrweggetränkeverpackungen»
14 Teilnehmende stimmen dem Absatz vollständig zu (ASL, BL, CIEL, EA ECCO, Emmi, JU, KYMA, KVU, SG, SO, Trash Hero, swisscleantech, VSMR, VD).
58 Teilnehmende lehnen den Artikel mit der gleichen Begründung wie in Absatz 1 ab (51 West- schweizer Gemeinden, Bern, GALL, Promarca, STRID, SSV, Thun, ZEBA).
Art. 17 Abs. 3 «Ausnahmen von der Pfandpflicht»
16 Teilnehmende stimmen dem Absatz vollständig zu (ASL, BL, CIEL, EA ECCO, Emmi, Ga- stroSuisse, JU, KYMA, KVU, SG, SO, Trash Hero, swisscleantech, VBSA, VSMR, VD).
57 Teilnehmende lehnen den Artikel mit der gleichen Begründung wie in Absatz 1 ab (51 West- schweizer Gemeinden, Bern, GALL, STRID, SSV, Thun, ZEBA).
Art. 17 Abs. 4 «Befreiung von der Pfandpflicht»
9 Teilnehmende stimmen dem Absatz vollständig zu (BL, Emmi, JU, KVU, SG, SO, swisscleantech, VBSA, VSMR).
19 Teilnehmende stimmen mit Anpassungsvorschlägen zu (ASL, BirdLife, BSRW, CE CH, CIEL, Durabilitas, EA ECCO, economiesuisse, GastroSuisse, Greenpeace, HotellerieSuisse, KYMA, GLP, SGV, Trash Hero, Vetrum, VignobleSuisse, Vitiswiss, WWF). Die wichtigsten Anpassungsvorschläge sind:
- Reuse-Systeme sollten von der Pfandpflicht befreit werden können; Die Definition der Branchenorganisation sollte auf alle Akteure eines Reuse-Systems ausgeweitet wer- den können; Die geforderten Rücklaufquoten sollten gesenkt und flexibilisiert werden (ASL, BirdLife, CIEL, Durabilitas, EA ECCO, Greenpeace, KYMA, Trash Hero, Vetrum, WWF)
- Rücklaufquote ist zu hoch. Sie soll entfallen, wenn eine Ökobilanz aufzeigt, dass das System ökologisch besser ist als Einweg (GLP, BSRW, VignobleSuisse, Vitiswiss Ga- stroSuisse, HotellerieSuisse).
- Pfandbefreiung wird kritisch gesehen, weil sie etablierte Pfandsysteme gefährden könnte (economiesuisse, SGV)
- Die Messung der Rücklaufquote ist unklar und die Mindestzahl von 10 Händlern / Fa- brikanten ist zu starr. Die Messung soll nach Volumen erfolgen (BSRW, Vignoble- Suisse, Vitiswiss).
63 Teilnehmende lehnen den Absatz ab (51 Westschweizer Gemeinden, Bern, CP, EA ECCO, Fial, GALL, JU, SVUG, SSV, STRID, VD, VINIHARASS, ZEBA). Das Pfand sei nach wie vor ein bewährtes Instrument (CP). Es bestehe das Risiko, dass Mehrwegsysteme ohne Pfand die Infrastruktur bewährter Systeme nutzen oder beeinträchtigen (VINIHARASS). Bewährte Pfandsysteme würden wirtschaftlich unter Druck gesetzt (Fial).