Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2025/93: Indirekter Gegenentwurf zur Stopfleber-Initiative – Parlamentarische Initiative 25.404 · 8 Seiten
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3. Bemerkungen zu den einzelnen Artikeln
Minderheit (Wandfluh, Balmer, Freymond, Heimgartner, Huber, Hug, Riem, Rüegsegger, Sauter, Vontobel) - Nichteintreten
Für das Nichteintreten gemäss Minderheit Wandfluh haben sich der Kanton OW, die FDP und die SVP, sowie zwei Organisationen (Handel Schweiz und Swiss Retail Federation) ausgesprochen. Als Grund wurde insbesondere die erst kürzlich eingeführte Deklarationspflicht von Stopfleber, Magret und Confit vorgebracht, deren Wirkung erst abgewartet werden soll, bevor weitere Verschärfungen zu prüfen sind.
Ziffer I
Art. 14a VE-TSchG
4 Kantone (LU, VD, TI und BL) und 2 Organisationen (VSKT und Association Laïka éthique élevage) fordern, die Definitionen von Stopfleber, Magret und Confit in einen Anhang oder eine technische Weisung aufzunehmen, um eine einheitliche Auslegung durch den Vollzug sicherzustellen.
Der SGV sowie 6 Organisationen (Hotellerie Suisse, Swiss Retail Federation, SFF, GastroSuisse, Handel Schweizund AAS) finden die Beschränkung auf gewerbsmässige Importe, während private Einfuhren unberücksichtigt bleiben, unverhältnismässig. AAS fordert, dass sowohl gewerbsmässige wie auch private Einfuhren beim Zoll angemeldet werden sollen.
Der Kanton NE, 2 Parteien (FDP und SVP), 2 schweizerische Dachorganisationen (SBV und SGV), wie auch 6 weitere Organisationen (VSGI, Hotellerie Suisse, Handel Schweiz, Swiss Retail Federation, SFF und GastroSuisse) befürchten zudem, dass durch die ausschliessliche Berücksichtigung der gewerbsmässigen Einfuhren der Einkaufstourismus gefördert wird.
7 Kantone (FR, SH, LU, BE, VD, TI und BL) sowie die VSKT fordern, dass im Artikel 14a VE-TSchG präzisiert wird, dass die kantonalen Laboratorien und nicht die kantonalen Veterinärdienste für den Vollzug bezüglich Deklarationspflicht zuständig sind.
4 Kantone (TG, GL, VS und TI) fordern, dass die notwendigen Ressourcen für die Umsetzung der Bestimmungen zur Verfügung gestellt werden, da sie auf kantonaler Ebene von einem Mehraufwand ausgehen. Die Kantone GL und GR wünschen zudem eine Prüfung einer zweckgebundenen Abgabe auf Einfuhren von Stopfleber, Magret und Confit, um die anfallenden Kosten für den Vollzug nach dem Verursacherprinzip zu decken.
24 Organisationen (GST, SKS, Animal Rights, Animae, AKUT, Association Co&xister, KAGfreiland, Sentience Politics, TIR, Swissveg, ProNutztier, VIER PFOTEN, Zürcher Tierschutz, Slow Food CH, AAS, Association Laïka éthique élevage, Association HappyCultures, COA, LSCV, l’Observatoire du spécisme, STS, Stiftung für Tierschutz, Stop Gavage Suisse und Noix Gras GmbH) begrüssen die Einführung eines Monitorings der gewerbsmässigen Einfuhren von Stopfleber, Magret und Confit. Sie fordern aber eine jährliche Berichterstattung durch die zuständigen Departemente an den Bundesrat, statt der vorgesehenen Berichterstattung alle 5 Jahre.
4 Kantone (BL, GL, VD und SG), der SGV sowie 2 weitere Organisationen (GST und Zürcher Tierschutz) würden klarere Zielvorgaben in Bezug auf die erwartete Reduktion der Importe begrüssen. Der Kanton NE wie auch 24 Organisationen (GST, SKS, Animal Rights, Animae, AKUT, Association Co&xister, KA-Gfreiland, Sentience Politics, TIR, Swissveg, ProNutztier, VIER PFOTEN, Zürcher Tierschutz, Slow Food CH, AAS, Association Laïka éthique élevage, Association HappyCultures, COA, LSCV, l’Observatoire du spécisme, STS, Stiftung für Tierschutz, Stop Gavage Suisse und Noix Gras GmbH) fordern, dass der Bundesrat – gestützt auf die Schlussfolgerungen des Berichts – zweckmässige Massnahmen ergreifen soll und nicht wie vorgesehen, Massnahmen von beschränkter Tragweite. Wenn die ergriffenen Massnahmen keine substanzielle Wirkung entfalten, soll ein Einfuhrverbot von Stopfleber in Betracht gezogen werden.