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Consultation 2005/43: Evolution future de la politique agricole (Politique agricole 2011) · 370 pages
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Zwischenbilanz der Reform
rung der Bewirtschaftung in den letzten hundert Jahren mitverantwortlich für den Rückgang der Biodiversität. Mit der Reform der Agrarpolitik wurden Anreize geschaffen, damit die Landwirte einen Teil der Flächen mit reduzierter Intensität bewirtschaften und so Lebensräume für wild lebende Tiere und Pflanzen erhalten. Dazu dienen die Beiträge für den ökologischen Ausgleich sowie für die biologische Qualität und Vernetzung dieser Flächen.
2003 waren in der Schweiz rund 11 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche (LN) ökologische Ausgleichsflächen (Berggebiet 14%; Talgebiet 9%). Somit wurde das agrarökologische Ziel von 10 Prozent erreicht. Das Teilziel von 65 000 Hektaren Ökoausgleichsfläche im Talgebiet, konnte im Jahr 2003 mit 57 118 Hektaren noch nicht ganz erreicht werden (Abbildung 20).
Abbildung 20 Entwicklung der ökologischen Ausgleichsflächen1
120
Berggebiet
100
Talgebiet
80
60
40
20
0
1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003
1 ohne Hochstamm-Feldobstbäume; vor 1999 nur beitragsberechtigte ökologische Ausgleichsflächen
Quelle: BLW
Die Ausgleichsflächen sind vor allem dort artenreich, wo noch Reste naturnaher Lebensräume vorkommen. Dies wird bei der Vernetzung berücksichtigt. Während Streuwiesen und Hecken zu einem grossen Teil die Anforderungen für ökologische Qualität erfüllen, ist dies bei extensiven Wiesen und insbesondere bei wenig intensiven Wiesen vielfach nicht der Fall. Im Talgebiet sind die Böden oft so nährstoffreich, dass die Entwicklung eines ökologisch wertvollen Pflanzenbestandes viele Jahre dauert.
Die Beteiligung am Programm für biologische Qualität und Vernetzung wächst stark. 2003 beteiligten sich 16 434 oder 25 Prozent der Betriebe mit einer Fläche von 26 931 Hektaren, was 23 Prozent der ökologischen Ausgleichsfläche entspricht. Dadurch wird ein wichtiger Beitrag zu Erhaltung der biologischen Vielfalt geleistet.
Eine umfassende, qualitative Beurteilung der Veränderungen und damit Erfolgskontrolle über die Entwicklung der Biodiversität im Zusammenhang mit den Fördermassnahmen wird erst in einigen Jahren möglich werden, weil die Entwicklung der erwünschten Pflanzen- und Tiergesellschaften viel Zeit benötigt.