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Consultation 2005/43: Evolution future de la politique agricole (Politique agricole 2011) · 370 pages
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Zwischenbilanz der Reform
Verschiedene monetäre Indikatoren weisen darauf hin, dass sich die soziale Situation seit dem Beginn der Reform angespannt hat. Der nach wie vor weitgehend über den Generationenwechsel ablaufende Strukturwandel sowie die Resultate aus den qualitativen Erhebungen zeigen jedoch, dass die Entwicklung in der Landwirtschaft bisher sozialverträglich verlaufen ist.
1.2.2 Aufgabenerfüllung durch die Landwirtschaft
Nachfolgend wird dargelegt, wieweit die in der Verfassung definierten Aufgaben (vgl. Ziff. 1.1.2) durch die Landwirtschaft erfüllt werden bzw. wie sich der Beitrag der Landwirtschaft seit Beginn der Reform entwickelt hat.
1.2.2.1 Versorgungssicherheit
Als Mass für den Beitrag der Landwirtschaft zur Versorgungssicherheit dient der Selbstversorgungsgrad. Der Selbstversorgungsgrad ist definiert als Anteil der Inlandproduktion am inländischen Gesamtverbrauch. 2002 betrug er 61 Prozent und liegt damit einen Prozentpunkt unter dem Wert von 1990 (Abbildung 19). Der Selbstversorgungsgrad bei den pflanzlichen Produkten ist zwischen 1990 und 2002 von 43 auf 45 Prozent gestiegen. Bei den tierischen Produkten hat der Selbstversorgungsgrad im gleichen Zeitraum von 97 auf 94 Prozent abgenommen.
Abbildung 19 Entwicklung des Selbstversorgungsgrades
100
90
80
70
Nahrungsmittel Total 60
Tierische Nahrungsmittel 50 Pflanzliche Nahrungsmittel
40
30
20
10
0
1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002
Quelle: SBV
Fazit
Der Selbstversorgungsgrad zeigt mindestens seit 1992 eine praktisch konstante Entwicklung und schwankt von Jahr zu Jahr insbesondere wegen der witterungsabhängigen Erträge im Pflanzenbau, nur leicht. Die Landwirtschaft erbringt somit den Beitrag zur sicheren Versorgung des Landes mit Nahrungsmitteln immer noch im selben Ausmass wie zu Beginn der Reform.