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Consultation 2005/43: Evolution future de la politique agricole (Politique agricole 2011) · 370 pages
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Allgemeiner Teil
Vielfalt der Kulturpflanzen und Nutztiere
Zwei international abgestimmte Erhaltungsprogramme helfen, die biologische Vielfalt der Kulturpflanzen und Nutztiere sicherzustellen. Im Bereich Pflanzen ist dies der Nationale Aktionsplan zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung pflanzengenetischer Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft und im Bereich Tiere das Konzept zur Erhaltung der Rassenvielfalt bei den landwirtschaftlichen Nutztieren in der Schweiz. Aktuell sind 19 000 Sorten von 240 Kulturpflanzenarten und 13 Rassen von Pferden, Rindern, Schweinen, Schafen und Ziegen in den beiden vorgenannten Erhaltungsprogrammen eingebunden. Im Futterbau erhält die Landwirtschaft durch die Bewirtschaftung verschiedenster Standorte mit abgestufter Intensität einen grossen Reichtum von Sorten und Ökotypen verschiedenster Nutzpflanzen. Rund 12 Prozent des Dauergrünlandes werden wenig intensiv oder extensiv bewirtschaftet.
Fazit
Die landwirtschaftlich genutzte Fläche wird praktisch vollständig nach den Vorschriften des ÖLN bewirtschaftet. Qualitative Beeinträchtigungen des Bodens durch die landwirtschaftliche Bewirtschaftung sind trotzdem nicht ganz ausgeschlossen, können aber noch nicht quantifiziert werden. Aufgrund der Siedlungstätigkeit nimmt der Kulturboden nach wie vor um einen Quadratmeter pro Sekunde ab.
Die ökologischen Ausgleichsflächen haben stark zugenommen. Damit ist die Grundlage für eine Zunahme der Biodiversität geschaffen worden. Diese Zunahme kann erst ansatzweise dokumentiert werden. Mit der Bewirtschaftung von Naturwiesen auf verschiedensten Standorten in unterschiedlicher Intensität erhält die Landwirtschaft nach wie vor eine grosse genetische Vielfalt nutzbarer Pflanzen. Der Beitrag der Landwirtschaft zur Erhaltung von Lebensgrundlagen hat seit Beginn der Reform zugenommen.
1.2.2.2.2 Landschaftspflege
Bezüglich Landschaftspflege lässt sich vorab der quantitative Aspekt überprüfen. Gemäss Arealstatistik35 hat die landwirtschaftlich genutzte Fläche (LN und Alpwirtschaftsflächen) zwischen 1979/85 und 1992/97 um 48 200 Hektaren abgenommen (-3,1%). Bei den landwirtschaftlichen Nutzflächen betrug der Rückgang rund 30 300 Hektaren (-3,0%). Davon wurden rund 94 Prozent für Siedlungszwecke beansprucht. 6 Prozent des Rückgangs sind auf das Aufkommen von Wald zurückzuführen. Die Alpwirtschaftsflächen nahmen um 17 900 Hektaren ab (-3,2%), was zu rund 80 Prozent auf die Ausdehnung der bestockten Flächen zurückzuführen ist.
35 BFS (2001): Bodennutzung im Wandel, Arealstatistik Schweiz