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Consultation 2005/43: Evolution future de la politique agricole (Politique agricole 2011) · 370 pages

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Zukünftige Rahmenbedingungen

Fazit

Der technische Fortschritt und vor allem die verfügbaren aber noch nicht umgesetzten produktionstechnischen Neuerungen eröffnen der Landwirtschaft weiterhin vielfältige Möglichkeiten zur Steigerung der Produktivität. Die Neuerungen ermöglichen in erster Linie eine höhere Arbeitsproduktivität. Zudem kann die körperliche Belastung reduziert werden. Die Investitionen in moderne Maschinen, Geräte und Stallsysteme lohnen sich jedoch nur, wenn die Kosten dafür nicht mehr steigen als die Arbeitskosten reduziert werden können.

Soweit für die Übernahme des technischen Fortschritts grössere Betriebseinheiten nötig sind, ist die Erhöhung der Produktivität an den Rhythmus des Strukturwandels gebunden. Zusätzliche Verbesserungen sind durch vermehrten überbetrieblichen Faktoreinsatz sowie eine stärkere Zusammenarbeit zwischen den Betrieben und innerhalb der Wertschöpfungskette möglich. Die damit einhergehende steigende Arbeitsproduktivität wird weiterhin zur einer Reduktion der Arbeitskräfte in der Landwirtschaft führen. Für die Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter stellt sich deshalb insbesondere beim Generationswechsel die Frage, ob sie die Arbeitskräfte weiterhin durch Betriebswachstum auslasten können, ob sie in einen Nebenerwerb einsteigen oder ob sie den Betrieb kurz- oder längerfristig aufgeben wollen.

1.3.5 Entwicklung der Agrarmärkte

1.3.5.1 Internationale Versorgungs- und Ernährungsentwicklung

Die vorliegenden Einschätzungen für die Entwicklung der weltweiten landwirtschaftlichen Produktion und der Ernährungssituation basieren auf Prognosen der OECD und der FAO57.

Flächen

Man geht davon aus, dass die landwirtschaftlich genutzten Flächen in den Entwicklungsländern um 12,5 Prozent bzw. 120 Millionen Hektaren zunehmen werden, wobei sich die Zunahme mit der Zeit verlangsamen wird. Deshalb bleiben Ertragssteigerungen oft die einzige Möglichkeit zur Erhöhung der Produktion. Weltweit werden die bewässerten Flächen bis 2030 um rund einen Fünftel auf 242 Millionen Hektaren anwachsen. Der mit der Erwärmung der Erdatmosphäre einhergehende Anstieg des Meeresspiegels wird die Pflanzenproduktion und die landwirtschaftlichen Einkommen in tiefer gelegenen, meeresnahen Gebieten bedrohen (Bangladesch, Ägypten). Infolge der klimatischen Veränderungen wird beispielsweise damit gerechnet, dass die Getreideproduktion in Afrika bis 2030 um 2 bis 3 Prozent sinkt. An vielen Orten reduzieren Erosion und Versalzung die Produktivität der Böden.

Produktion und Konsum

Gemäss den Prognosen wird die globale landwirtschaftliche Produktion weiter wachsen. Die grössten Wachstumsraten sind nach wie vor in den Entwicklungsländern zu erwarten. Die landwirtschaftliche Produktion in den Schwellenländern wird im Gegensatz zu den letzten 30 Jahren auf relativ tiefem Niveau stetig zunehmen.

57 FAO (2003): Agriculture mondiale: horizon 2015/2030