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Consultation 2005/43: Evolution future de la politique agricole (Politique agricole 2011) · 370 pages

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Herausforderungen und Strategie

botsmengen und das wesentlich höhere Preisniveau unserer Landwirtschaftsprodukte sind die Haupthindernisse bei der Erschliessung neuer Märkte im Ausland.

Der Schweizer Landwirtschaft wird im Inland wie im Ausland die Kompetenz zur Herstellung von Qualitätsprodukten zugesprochen. Insbesondere im Ausland gelang es jedoch bisher kaum, diesen Vorteil zu Gunsten der Wertschöpfung in der Schweiz zu nutzen. So hat unsere Milchwirtschaft in den letzten 10 Jahren nicht am Wachstum des Käsemarktes in der EU teilgenommen. Unsere Exporte entsprachen 2004 noch 0,6 Prozent der 7 Millionen Tonnen Käse, die in der EU-15 vermarktet werden. Eine gezielte Marktstrategie im Interesse des Produktionsgebietes Schweiz und die konsequente Profilierung der Schweizer Landwirtschaftsprodukte sind für die Nutzung der Exportpotenziale unerlässlich.

1.4 Herausforderungen und Strategie

1.4.1 Herausforderungen

1.4.1.1 Ökonomie

Mit Hilfe der Direktzahlungen wird heute die Erbringung der gemeinwirtschaftlichen Leistungen durch eine nachhaltige Produktion sichergestellt. Die Schweizer Produktepreise sind aufgrund der Preisstützungsmassnahmen des Bundes und des Grenzschutzes im internationalen Vergleich immer noch hoch.

Darin besteht im Hinblick auf zukünftige Entwicklungen ein grosses Risiko. Eine Reduktion des Grenzschutzes aufgrund internationaler Verpflichtungen, von Freihandelsabkommen mit Drittstaaten oder autonomer Gründe, würde die Landwirtschaft und die Verarbeitung, insbesondere die erste Stufe, stark treffen. So wird mit der Umsetzung des WTO-Abkommens das Nettounternehmenseinkommen der Landwirtschaft voraussichtlich von 3 auf rund 2 Milliarden Franken sinken. Aufgrund der angespannten Lage der Bundesfinanzen werden solche Preisrückgänge künftig nicht mit zusätzlichen Bundesmitteln kompensiert werden können. Die Verbesserung der Konkurrenzfähigkeit bleibt deshalb auch künftig die zentrale Herausforderung. Verbesserungsmöglichkeiten diesbezüglich existieren bei der Produktivität von Produktion und Verarbeitung, den Preisen für Produktionsmittel und -faktoren und der Inwertsetzung der landwirtschaftlichen Produkte.

¾Im Vergleich zum Ausland ist die Produktivität der Lebensmittelbranche in der Schweiz geringer. Die technischen Möglichkeiten werden heute nicht vollständig ausgeschöpft. Insbesondere sind viele Investitionen nicht ausgelastet. Sowohl in der Landwirtschaft als auch in den vor- und nachgelagerten Bereichen bestehen beträchtliche Potenziale zur Steigerung der Produktivität.

¾Die Preisdifferenzen zur EU bestehen nicht nur bei den landwirtschaftlichen Produkten sondern auch bei den Produktionsmitteln und -faktoren. Damit besteht auch auf der Beschaffungsseite ein signifikantes Potenzial zur Kostensenkung.

¾Ein wesentlicher Teil der qualitativ hochstehenden und authentischen Schweizer Landwirtschaftsprodukte wird nicht optimal verwertet. Marktstützungsmassnahmen fördern den Absatz von Massenprodukten wie Voll- und