Rapport sur les résultats

Consultation 2013/146: Ordonnance sur l'adaptation de structures tarifaires dans l'assurance-maladie · 84 pages

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Hinweise, Kritiken, Vorschläge, Anträge Verfasser Observations, critiques, suggestions, propositions Auteurs Osservazioni, critiche, suggerimenti, proposte Autori

schritt der medizinischen Erkenntnisse und der Gerätetechnologie hat der Technisie-

rungsgrad in der Nuklearmedizin erheblich zugenommen. Die heutigen nuklearmedizini-

schen Untersuchungen bestehen in der Regel aus 2 Teilleistungen, zum einen der nuk-

learmedizinischen Funktionsuntersuchung und neu auch einer morphologischen Unter-

suchung (CT). Obwohl die Untersuchungen komplexer und aufwändiger wurden und hö-

here gerätetechnische Anforderungen zu erfüllen sind, wurde für die Nuklearmedizin der

TARMED seit den 90er Jahren nie angepasst, d.h. es werden heute zwei Untersuchun-

gen für den Preis von früher einer Untersuchung angeboten. Somit hat eine verdeckte

Optimierung bereits stattgefunden.

Auch ist der Anspruch an die Befundung und die Interpretation der Untersuchung erheb-

lich gewachsen und erfordert einen deutlich erhöhten Arbeitsaufwand durch die Ärzte,

welcher ebenfalls nicht im TARMED abgebildet wurde. Das führt dazu, dass bereits

heute konventionelle nuklearmedizinische Untersuchungen (Szintigraphie, SPECT und

SPECT-CT) nicht kostendeckend durchführbar sind.

Die nach Etablierung des TARMED-Tarifs eingeführte Positronen –Emissions-Tomogra-

phie (PET/CT) Untersuchung war bis heute kostendeckend. Hier wurde in der Vergan-

genheit jedoch erkannt, dass aufgrund des Interpretationsspielraums Missbrauchsmög-

lichkeiten gegeben waren. Die Tarifpartner haben sich zum Jahreswechsel im gegensei-

tigen Einvernehmen auf eine revidierte TARMED-Interpretation zur PET/CT geeinigt

und einen Kompromiss festgeschrieben, der bei dieser Untersuchungstechnik zu einer

Einsparung über die Gesamtleistung von ca. 13 % führen wird. In einer Sitzung vom 21.

November 2013 hat die paritätische Interpretationskommission TARMED-Suisse (PIK)

diese Abrechnungssystematik bestätigt. Die Tarifpartner haben damit eine Tarifsenkung

im Bereich PET/CT bereits vorweggenommen.

Ein isolierter Tarifeingriff und eine Gegenfinanzierung nach dem Giesskannenprinzip SGP durch Kürzungen der Technischen Leistungen (TL) bei den Spezialisten ist gefährlich,

da in den Gesamtauswirkungen schwer einschätzbar und vor allem unfair gegenüber

den betroffenen Spezialistengruppen, die ähnliche Einkommen wie die Grundversorger

erreichen. Pneumologen gehören in diese Gruppe der Spezialisten. Das durchschnittli-

che Einkommen gemäss FMH Statistik der Pneumologen liegt schon jetzt und dies seit

Jahren unter dem der Grundversorger (vgl. FMH Einkommensstatistik).

Festgehalten sei die historisch bedingte falsche Mindereinstufung vieler pneumologi-

scher Leistungen zum Zeitpunkt der TARMED-Einführung (2004), diese wurde für die

Pneumologiepositionen des Tarmed nie angepasst trotz Interventionen unserer Fach-

gruppe. Diese historisch bedingte, nicht korrekte Abbildung der Kostenstruktur der

Pneumologie führte dazu, dass die ärztliche Leistung in der Pneumologie bis heute un-

terbewertet ist. Auch ist das Kostenwachstum bei den Pneumologen seit Jahren sowohl

im Vergleich mit den Grundversorgern als auch mit anderen Spezialisten unterdurch-

schnittlich.

Als Ursache der + 69% TL-Steigerung 2009-2012 im Kapitel 15 sind folgende Aspekte

zu berücksichtigen:

- (…) kostenintensive Schlafdiagnostik, die heute viel häufiger ambulant durchgeführt

wird als noch vor einigen Jahren.

- Die Schlafapnoe wird zunehmend ambulant (TARMED) abgeklärt und erfolgreich be-

handelt. Bei einer grossen Dunkelziffer ist es klar, dass mit besseren Screeningmetho-

den mehr Erkrankte frühzeitiger erfasst werden, was automatisch mit einer TL-Steige-

rung einhergeht, aber gleichzeitig bei ganzheitlicher Sicht sinnvoll ist.

- (…) ein neuer Test zur effizienteren und besseren Asthmaabklärung und Therapies-

teuerung (…) etabliert worden und wird seit dem 1.3.2009 nach Tarmed vergütet.

Die TL ist längst nicht mehr korrekt abgebildet (gestiegene Lohnkosten, Sozialleistun-

gen, Apparate, Mieten, Versicherungen, EDV-Support, Serviceverträge, Qualitätssiche-

rungen, Abrechnungssysteme, Trustcenter, etc.).

Auf keinen Fall darf das Kapitel 15 zur Querfinanzierung gekürzt werden, da der angeb-

lichen Kostensteigerung ungerechtfertigte Annahmen zugrunde liegen und die Pneumo-

logen weniger verdienen als die Grundversorger.

Die Zunahme der TL-TP ist die Folge einer Änderung der medizinischen Versorgung SGPath (SGZ, der onkologischen Patienten. SGMP, SGNP,

SGDP)