Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2002/10: Natur- und Landschaftspärke von nationaler Bedeutung. Teilrevision des Natur- und Heimatschutzgesetzes (NHG) · 20 Seiten

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darauf hin, dass Nutzungsauflagen nur mit den bewirtschaftenden Personen vertraglich vereinbart, nicht aber als Gebietsanforderungen generell verlangt werden können. Einzelne Parkinitiativen wollen Infrastrukturelemente und Siedlungen, die den Grundsätzen der Nachhaltigkeit entsprechen, nicht aus dem Parkperimeter ausschliessen.

Der Typ Naturpark erscheint GE, NE, SO, VD und ZG sowie der SVP, dem Fischereiverband und Aqua nostra als unnötig bzw. nicht realisierbar; in Naturpärken wird auch eine übermässige Belastung durch Besucher und Besucherinnen befürchtet. Gebirgskantone und Parkinitiativen aus dem Berggebiet schlagen vor, Naturpärke auch für periphere Gebiete vorzusehen. ZH regt einen Parktyp mit Vernetzungszweck im Bereich von Agglomerationen an. Zwecks besserer Realisierbarkeit werden für das Mittelland kleinere Mindestflächen empfohlen.

AG schlägt vor, der Bund solle auch für Pärke von regionaler Bedeutung Mindestanforderungen festlegen.

3. „Stimmt für Sie die gewählte Terminologie - Nationalpark (parc national, parco naziona-

le) / Landschaftspark (parc paysage, parco paesaggistico) / Naturpark (parc naturel, parco naturale) - oder schlagen Sie andere Formulierungen vor?“

Die vorgeschlagene Terminologie wird insgesamt abgelehnt. Die Abstufung national/regional werde mit Inhaltsangaben vermischt, die zudem nicht eindeutig zuträfen. Vorgeschlagene Formulierungen seien sprachlich ungeschickt und unüblich. Verlangt wird, die Anforderungen des Tourismusmarktes und Bezeichnungen in Nachbarstaaten zu beachten.

- „Nationalpark“ erfährt als vertrauter Begriff ziemlich einhellige Zustimmung.

- „Landschaftspark“ wird fast von allen Teilnehmern abgelehnt, besonders da der Name für

den Markt wenig geeignet sei; vorgeschlagen wird häufig eine Anlehnung an die Benennungen ähnlicher Pärke im Ausland: Die meisten Eingaben aus der Romandie schlagen „parc régional naturel“ vor. Pro Natura und KBNL schlagen „Naturpark“, SHS findet darin aber die kulturelle Dimension des Parktyps nicht ausgedrückt. Aus der Deutschschweiz wird neben Regionaler Naturpark auch Regionalpark vorgeschlagen.

- Anstelle von „Naturpark“ wird verschiedentlich Naturerlebnispark, Naturerholungsraum,

Naturreservat, Wildnispark, parc naturel sauvage oder parc périurbain vorgeschlagen.

4. „Finden Sie es richtig, dass der Bund mit der Verleihung des Labels der Parkträgerschaft

auch die Kompetenz erteilt, das Label an Betriebe und Unternehmen für Waren und Dienstleistungen weiterzugeben?“

Die Einführung von Labels und insbesondere deren Vergabe für Produkte des Parkgebietes wird mit wenigen Ausnahmen als zweckmässig und vielversprechend beurteilt. SO rät wegen der Labelvielfalt ab, ebenso das Centre patronal. Die SVP schlägt die Verwendung bestehender regionaler Labels vor, die LPS lehnt ab wegen des zu befürchtenden Verwaltungsaufwands, Aqua nostra wegen Unergiebigkeit, FR, da es sich um eine privatwirtschaftliche Aufgabe handle. Auf das Problem der Labelvielfalt weisen auch SZ und TG hin. BL und ZH schätzen die Wirkung als beschränkt ein. Für den SGV sind Preismissbräuche zu bekämpfen. AG, AI, BS, OW, SG, SH, SZ und UR wünschen ausdrücklich Qualitätslabel anstelle blosser Herkunftszeichen. Economiesuisse beantragt aus Gründen der Transparenz und Glaubwürdigkeit, die ISO-Normen anzuwenden (Zertifizierungs- und Akkreditierungsverfahren).