Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2002/17: Vereinheitlichung des Zivilprozessrechts (Schaffung einer gesamtschweizerischen Zivilprozessordnung) · 956 Seiten
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Art. 60
Kantone / Cantons / Cantoni
AG: Soweit das Gesetz nicht persönliches Erscheinen vorschreibt, können sich die
Parteien im Prozess vertreten oder verbeiständen lassen. Zwischen Vertretung und Verbeiständung sollte unterschieden werden. Wir schlagen daher eine Ergänzung von Absatz 1 wie folgt vor: "Jede prozessfähige Partei kann sich im Prozess vertreten oder verbeiständen lassen; ...".
Die vertragliche Vertretung sollte zusätzlich auch zu Protokoll erklärt werden können. Weiter sollte festgehalten werden, dass eine Vertretung "durch jede handlungsfähige natürliche Person" möglich ist.
BE: In dieser Bestimmung fehlen die Konsequenzen, falls sich ein Vertreter oder
eine Vertreterin nicht durch eine schriftliche Vollmacht ausweist. Der VE könnte im Sinne von Art. 87 ZPO BE ergänzt werden, z.B. mit folgendem Wortlaut:
Der Richter hat von Amtes wegen oder auf Antrag einer beteiligten Partei Verhandlungen, welche von einem nicht bevollmächtigten Vertreter oder einer nicht bevollmächtigten Vertreterin geführt wurden, nichtig zu erklären.
Analog der bernischen Vorschrift wird zudem vorgeschlagen, die Kosten des Verfahrens dem Vertreter oder der Vertreterin aufzuerlegen. Dies rechtfertigt sich auch mit Blick auf die neue bundesgerichtliche Rechtsprechung zu Art. 156 Abs. 6 OG.
LU: Die Formulierung der berufsmässigen Vertretung führt zu Unklarheiten, da
diese Berufsmässigkeit nicht näher definiert ist. Wir schlagen vor, an das Bundesgesetz über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte (BGFA) anzuknüpfen, welches vorsieht, dass zur berufsmässigen Vertretung vor Gerichten nur in einem kantonalen Anwaltsregister eingetragene Anwältinnen und Anwälte zugelassen sind.
TI: Il cpv. 3 sancisce la facoltà per il tribunale di ordinare la comparsa personale
delle parti, senza però specificare la sanzione in caso di non comparsa.
Sarebbe opportuno prevedere, quale sanzione quella applicabile ai testimoni che non si presentano: multa + traduzione forzata.
Il cpv. 4 conferisce ai cantoni la facoltà di prevedere il monopolio degli avvocati o ammettere anche altri rappresentanti professionali. Attualmente in Ticino vige il principio del monopolio degli avvocati ad eccezione dei casi previsti agli artt. 64 e 64a CPC-Ti. Quindi occorre decidere se si vuole mantenere detto monopolio.
Questa facoltà conferita ai cantoni, accanto a quella di determinare l'organizzazione giudiziaria (ed ev. anche la tariffa giudiziaria applicabile) farà si che - contrariamente allo scopo principale di questa legge, ossia quella di unificare la procedura - vi saranno grandi differenze da un cantone all'altro, su delle componenti importanti della procedura civile. Ciò, naturalmente, non è auspicabile.
Per le cause in assistenza giudiziaria occorre inoltre valutare l'opportunità o meno di introdurre delle tariffe: in altre parole, il patrocinatore remunerato dallo Stato, poiché il cliente è al beneficio dell'assistenza giudiziaria gratuita, dovrà in tal caso attenersi a determinate tariffe, allo scopo di contenere i costi.