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Vernehmlassung 2005/43: Weiterentwicklung der Agrarpolitik (Agrarpolitik 2011) · 370 Seiten
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Handlungsachsen
keiten ausserhalb der Landwirtschaft sind auch die anderen Bereiche der Wirtschaftspolitik gefordert.
Ausgehend von der momentanen Einschätzung kann mit dieser Strategie bis 2010 mehr als die Hälfte der Auswirkungen der WTO-Doha-Runde bewältigt werden. Sie bringt eine Annäherung an den europäischen Binnenmarkt und schafft Verhandlungsspielraum für allfällige Freihandelsabkommen mit Drittstaaten. Unter der Voraussetzung, dass die Preisrückgänge an die Konsumenten weitergegeben werden, hat der Abbau der inländischen Marktstützung einen gesamtgesellschaftlichen Nettowohlfahrtsgewinn zur Folge. Zudem ist die vorliegende Strategie Teil der Wachstumspolitik des Bundes, indem sie zur Erreichung des Ziels „Mehr Wettbewerb auf dem Binnenmarkt“ beiträgt.
1.5 Handlungsachsen
Basierend auf den Herausforderungen und der Strategie ergeben sich die folgenden fünf Handlungsachsen für die Agrarpolitik 2011:
(1) Die Konkurrenzfähigkeit von Produktion und Verarbeitung durch Umlagerung
von Marktstützungsmitteln in Direktzahlungen und durch Massnahmen zur Kostensenkung verbessern.
(2) Die gemeinwirtschaftlichen Leistungen der Landwirtschaft unter Einbezug der
umgelagerten Mittel mit einem vereinfachten Direktzahlungssystem sicherstellen.
(3) Die Wertschöpfung und die nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raums för-
dern durch Erweiterung der Produktdifferenzierungsmöglichkeiten, Straffung der Absatzförderung und Unterstützung landwirtschaftlicher Projektinitiativen.
(4) Den Strukturwandel sozial abfedern und durch eine Lockerung des Boden- und
Pachtrechts fördern.
(5) Die Administration vereinfachen und die Kontrollen besser koordinieren.
Tabelle 25 gibt einen Überblick über die zentralen Herausforderungen und die verschiedenen Handlungsachsen der Agrarpolitik 2011.