Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2007/2: Nationale Strategie „eHealth“ · 56 Seiten
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Gesundheitsversorgung fördert zwar praxisnahe Lösungen, sie erschwert
aber ein einheitliches System. Ob Spitäler, Ärzte, Apotheker oder Versi-
cherer – die Akteure geben viel Geld aus für Informatik und Kommunika-
tion, die Systeme sind jedoch kaum vernetzt. Das gleiche gilt für Gesund-
heitsinformationen, die im Internet zugänglich sind.
Die gesunden und kranken „Kunden“ des Schweizer Gesundheitsmarktes Kunde erwartet ein dürfen erwarten, dass ihr Geld zielgerichtet und effizient ausgegeben effizientes wird. Das Gesundheitswesen der Schweiz schneidet im internationalen Gesundheitswesen Qualitätsvergleich zwar gut ab, es ist allerdings das zweitteuerste der
Welt. Der 50-Milliarden-Markt mit jährlichen Wachstumsraten von rund
vier Prozent ist langfristig nur finanzierbar, wenn die medizinischen und
administrativen Prozesse optimiert und effizient gestaltet werden. Heute
sind die Menschen in der Regel mit einem Versorgungssystem konfron-
tiert, in dem sie alleine die Kontrolle wahrnehmen müssen über ihre Arzt-
besuche, Therapien oder Medikamentenverschreibungen. Besonders
problematisch ist diese Situation bei chronisch Kranken.
Der Gesundheitssektor ist geprägt durch eine Mischung staatlicher, teil- Ziel: Die Leitplanken staatlicher und privater Aufgaben und Kompetenzen. Eine Strategie muss richtig setzen diese komplexe Ausgangslage berücksichtigen. Ziel ist es deshalb nicht,
einen fertigen Umsetzungsplan zu präsentieren. Vielmehr zeigt die Stra-
tegie, wie die Leitplanken für die Zukunft gesetzt werden müssen, damit
sich vernetzte elektronische Gesundheitsdienste etablieren können und
welche Gebiete prioritär zu bearbeiten sind.
Die Strategie „eHealth” ist wegweisend für: Zielpublikum
¾ Entscheidträger der Politik (Exekutive und Legislative) und der
Behörden auf Stufe Bund, Kantone und Gemeinden;
¾ Alle Akteure im Gesundheitswesen (Leistungserbringer, Versi-
cherer, Patienten- und Konsumentenorganisationen);
¾ Informatik- und Geschäftsverantwortliche in Gesundheitsinstituti-
onen;
¾ Unternehmen, die im Gesundheitswesen Beratungs- und Infor-
matikdienstleistungen erbringen;
¾ Wissenschaftliche Institute und Verbände, die sich mit „eHealth”
befassen;
¾ Interessierte Öffentlichkeit und Medien.