Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2007/2: Nationale Strategie „eHealth“ · 56 Seiten

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über eine einfache Konsultation hinausgeht, sind neben den Patientinnen

und Patienten sowie dem Arzt häufig weitere Stellen beteiligt: Zusätzliche

Leistungserbringer (zum Beispiel ein Spital, ein Physiotherapeut, ein Spe-

zialarzt oder ein Labor), Krankenversicherer (Grundversicherung und/oder

Zusatzversicherung) – manchmal auch kantonale Behörden. Die administ-

rativen und medizinischen Daten werden mehrfach erfasst und abge-

schrieben – zum Teil elektronisch, zum Teil von Hand. Damit ein Prozess

ohne Medienbrüche durchgehend elektronisch unterstützt werden kann,

müssen die Abläufe und Schnittstellen umfassend analysiert und bei der

Lösung berücksichtigt werden.

Der Mensch mit seinen Bedürfnissen steht im Zentrum, wie dies die Vision Der Mensch im der nationalen Strategie „eHealth” vorsieht (siehe Kapitel 4.1.). Die fol- Zentrum gende Darstellung illustriert die Vielfalt der Beziehungen des Menschen

mit den verschiedenen Akteuren des Gesundheitssystems.

Gesundheitssystem Schweiz – der Mensch mitten in einem komplexen Umfeld

Der Ruf nach mehr Effizienz im Gesundheitswesen wird zunehmen, weil… Gesundheitswesen

¾ … der Bedarf an Leistungen steigt auf Grund der alternden Bevöl- unter Druck kerung, höherer Einkommen und besserer Bildung;

¾ … angesichts der steigenden Gesundheitskosten die Notwendig-

keit besteht, mit beschränkten Mitteln die bestmögliche Gesund-

heitsversorgung zu bieten;

¾ … mit dem medizinischen Fortschritt neue Diagnose- und Be-

handlungsmethoden entwickelt werden, die aufgrund der hohen

Kosten nicht unnötigerweise wiederholt werden sollten.