Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2007/2: Nationale Strategie „eHealth“ · 56 Seiten
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Mit Artikel 42a im Krankenversicherungsgesetz (KVG) hat das Parlament Versichertenkarte kann die Voraussetzung zur Einführung einer elektronischen Versichertenkarte das Terrain ebnen geschaffen. Vorrangiges Ziel ist die Reduktion des administrativen Auf-
wandes dank durchgängig elektronischen Daten ab 2008. Zudem können
die Versicherten auf Wunsch von einem Arzt persönlich-medizinische
Daten auf der Karte speichern lassen. Wenn es gelingt, die Versicherten-
karte praxisnah und mit einem Effizienzgewinn zu etablieren, kann sie das
Terrain ebnen für weitere „eHealth” Anwendungen.
Das Interesse der Kantone an der Durchführung von Modellversuchen auf Interesse der Kantone kantonaler und interkantonaler Ebene unter Einbezug der Versicherten- an Modellversuchen karte nach Artikel 42a KVG ist gross. Zehn Kantone zeigten sich in einer mit Versichertenkarte Umfrage der Gesundheitsdirektorenkonferenz GDK (siehe Kapitel 3.2.) an
der Durchführung eines Modellversuches „sehr interessiert“ und neun
weitere Kantone „allenfalls interessiert“. Neben den Kantonen Genf und
Tessin, welche bereits konkrete Projekte haben, dürfte das grösste Inte-
resse diesbezüglich bei den Kantonen Basel-Stadt, Luzern und St. Gallen
liegen. Die Einführung einer Gesundheitskarte als Zugangsschlüssel für
ein vernetztes Patientendossier, wird einhellig begrüsst (10 Kantone er-
achten sie als „sehr wichtig“ und 15 Kantone als „wichtig“).
Bei einer Analyse der webbasierten Gesundheitsinformationen des Bun- Mängel bei den des zeigt sich, dass es sehr viele Angebote gibt. Die Informationen sind Gesundheitsinfos aber häufig schlecht auffindbar, sie werden zu selten aktualisiert und sind
schlecht vernetzt. Zudem können die „Kunden“ selten Fragen oder Anre-
gungen einbringen. Damit wird das Internet primär als einseitiger Informa-
tionskanal eingesetzt, das Potential für Dialog, Interaktion und Kommuni-
kation wird wenig genutzt.
3.2 Situationsanalyse aus Sicht der Kantone
Um ein möglichst präzises Bild des Stellenwertes und der Erwartungen an In den Kantonen hat „eHealth” in den kantonalen Gesundheitsdepartementen zu erhalten, hat die Bedeutung von die Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK) eine Umfrage bei ihren Mit- „eHealth” zugenomgliedern durchgeführt. Diese Umfrage hat gezeigt, dass die Bedeutung der men
Informations- und Kommunikationstechnologien in den letzten Jahren
stark zugenommen hat und die Gesundheitsdepartemente sich zuneh-
mend daran setzen, eine strategische Planung der IKT-Instrumente zu
machen. Diese Planung bezieht sich in vielen Kantonen hauptsächlich auf
die IKT-Aufrüstung und -Vernetzung innerhalb der öffentlich subventionier-
ten Spitäler.
Einige Kantone weisen in dieser Hinsicht darauf hin, dass mit der Verselb- Kantone ziehen sich ständigung der öffentlichen Spitäler auch Entscheidungskompetenzen, aus operativen wie die Informatikplanung, den Spitälern selber übergeben wurden. In der Geschäft zurück Tat ziehen sich viele Gesundheitsdepartemente im Rahmen von New
Public Management Reformen schrittweise aus dem operativen Geschäft
der Spitäler zurück und konzentrieren ihre Tätigkeiten auf die Aufsicht und
den Einkauf von Leistungen (über Leistungsvereinbarungen und leis-
tungsorientierte Planung). Diese Reformen führen einerseits dazu, dass
die Anschaffungsprozesse für die Spitalinformatik vereinfacht und be-
schleunigt werden können, andererseits können sie aber auch die Imple-
mentierung von vernetzten und zwischen den Institutionen kompatiblen