Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2007/2: Nationale Strategie „eHealth“ · 56 Seiten
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¾ Ziel A6: Bis Ende 2012 ist der elektronische Austausch von medizini- Standards für den
schen und administrativen Daten unter den Teilnehmern im Gesund- elektronischen heitssystem strukturiert, medienbruchfrei und verlustfrei möglich. Der Datenaustausch Austausch funktioniert in der ganzen Schweiz nach den gleichen Prin-
zipien (internationale Standards werden berücksichtigt).
Wenn alle Leistungserbringer und Versicherer in der Lage sind, elektroni-
sche Prozesse mit anderen Teilnehmern im System abzuwickeln und
selbst eine elektronische Krankengeschichte zu führen, ist ein weiterer
Meilenstein erreicht. Eine massgebliche Voraussetzung dafür ist wieder-
um die Einigung auf verbindliche Standards. Es ist deshalb anzustreben,
dass bis zu diesem Zeitpunkt alle Kantone sich dem Koordinationsorgan
angeschlossen haben und die notwendigen Anpassungen in ihren Ge-
sundheitsgesetzgebungen vornehmen. Nur so können alle Menschen in
der Schweiz – unabhängig von ihrem Mobilitätsverhalten – von geteilten
Informationen zu ihrer Gesundheit profitieren.
¾ Ziel A7: Ab Anfang 2015 ist das persönliche lebenslange elektroni- Lebenslanges
sche Patientendossier für alle Menschen in der Schweiz verfügbar. Patientendossier
Wenn alle Voraussetzungen erfüllt und Zwischenziele erreicht sind, sind
die Patientinnen und Patienten in der Lage, selbständig auf ihr Patienten-
dossier zuzugreifen und dem Leistungserbringer ihrer Wahl Zugang zu
diesem zu gewähren (z.B. im Internet). Dies unabhängig vom physischen
Ort der Aufbewahrung. Patientinnen und Patienten können dabei auch
Teile ihres Dossiers verbergen und selbst Bemerkungen in dafür vorgese-
henen Feldern anbringen. Ihre Gesundheitskompetenz wird damit ge-
stärkt. Die Leistungserbringer sind in der Lage, rascher Diagnose- und
Behandlungsentscheide zu treffen, da sie orts- und zeitunabhängig über
die notwendigen Informationen der Patientinnen und Patienten verfügen –
sofern diese den Zugriff freigeben. Die Behandlungssicherheit wird erhöht,
da Medienbrüche, und damit Fehlerquellen, eliminiert sind.