Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2008/37: Revision des Schweizerischen Inventars der Kulturgüter von nationaler und regionaler Bedeutung (KGS-Inventar) · 12 Seiten

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Ergebnisbericht der Anhörung zum KGS-Inventar

Verband Schweizerischer Kantonsarchäologinnen und Kantonsarchäologen

Verein Schweizer Archivarinnen und Archivare

3. Eingegangene Stellungnahmen

Mit Schreiben vom 4. Dezember 2008 wurden die Adressaten der Anhörung zur Stellungnahme bis am 20. Februar 2009 eingeladen. Da etliche Kantone für eine detaillierte Prüfung mehr Zeit benötigten, wurde die Frist bis 20. März 2009 verlängert.

In der Folge haben 38 kantonale Fachstellen und zusätzlich zu den begrüssten Stellen das Centre Patronal, ein Verein zur politischen Interessenvertretung in Paudex, die Gelegenheit genutzt, zur Revision des KGS-Inventars Stellung zu nehmen. Eine detaillierte Liste der eingegangenen Stellungnahmen befindet sich am Schluss dieses Dokumentes.

4. Ergebnisse in der Übersicht

Im Folgenden werden die generellen Rückmeldungen der Anhörungsteilnehmenden zusammengefasst. Die Rückmeldungen zu den einzelnen Themenbereichen sind unter Ziffer 5 in den Ergebnissen dargestellt.

4.1 Positive Stellungnahmen

Die überwiegende Mehrheit der 39 eingegangen Stellungnahmen begrüsst die Revision des KGS-Inventars. Explizit stossen die Neuerungen, insbesondere die Einstufung nach einheitlichen Kriterien sowie die GIS-Darstellung im Internet, auf Zustimmung.

4.2 Ablehnende Stellungnahmen

Als einziger Kanton kritisiert SO die Vorgehensweise bei der Revision, verzichtet aber auf punktuelle Retouchen und nimmt das revidierte Verzeichnis in der vorliegenden Form zur Kenntnis.

4.3 Zusätzliche Stellungnahme

Das Centre Patronal weist darauf hin, dass die Kantonslisten alle wichtigen Kulturgüter der Schweiz enthalten müssen, und empfiehlt eine genaue Kontrolle, zumal aus Sicht des Centre Patronals in der Anhörung ein paar bedeutende Objekte noch fehlten. Im Grundsatz begrüsst aber auch das Centre Patronal die Revision.

5. Ergebnisse zu einzelnen Themenbereichen

5.1 Einstufung und Bewertung

Die Kantone lieferten 172 neue, zu prüfende Vorschläge sowie zahlreiche Wiedererwägungs- bzw. Rückstufungsanträge und Korrekturen.

Fünf Kantone (BS, FR, SH, SO und TG) bemängeln, dass die Kriterien zur Bewertung der einzelnen Kulturgüter nicht bekannt waren, so dass das «Evaluationsverfahren für teilweise intransparent und vor allem qualitativ sehr unbefriedigend» (TG) empfunden wurde. Die Entscheide stiessen z. T. auf Unverständnis. TI verleiht seiner positiven Einschätzung der Bewertungskriterien explizit Ausdruck.

5/12 Ident-Nr./Vers. 10011933534/01 MS ID/Vers. 10004/02 Aktenzeichen 272.1-08