Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2008/37: Revision des Schweizerischen Inventars der Kulturgüter von nationaler und regionaler Bedeutung (KGS-Inventar) · 12 Seiten
Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 6Fedlex · Ergebnisbericht
Ergebnisbericht der Anhörung zum KGS-Inventar
5.2 Auswahl der Objekte
Im Folgenden werden die eingegangenen Kommentare und Kritikpunkte zur Auswahl der Objekte zusammengefasst.
5.2.1 Einzelbauten
Bauernhäuser
AI stellt fest, dass eine Auswahl von charakteristischen Bauten und Anlagen zur Aufnahme ins KGS-Inventar vorgeschlagen wurde, die eine regionaltypische Bauweise aufweisen, allerdings seien sie in kulturgeschichtlicher oder denkmalpflegerischer Hinsicht jedoch nicht von nationaler Bedeutung.
Sakralbauten
BS beanstandet die Nennung der konfessionellen Nutzung und fügt an, dass «dieser Konfessionszusatz für vorreformatorische Bauten» «überhaupt» «unsinnig» erscheine.
Gruppen Objekte / Mehrteilige Objekte (siehe auch 5.5.1)
Als verwirrend wird die deutsche Bezeichnung «Gruppenobjekt» empfunden, die zu sehr an «Baugruppe» oder «Ensemble» erinnert.
AG bemerkt, dass die Einteilungen in die Kategorien «Einzelobjekt» oder «Gruppenobjekt» nicht verständlich seien.
FR stellt fest, dass architektonische Kriterien bei der Beurteilung von Objekten dominieren, was sich zum Nachteil für dekorative Ensembles auswirke. Dabei wünscht FR v. a. die Aufnahme von «Les églises dites du Groupe de St-Luc» von Fernand Dumas und Alexandre Cingria.
5.2.2 Sammlungen
Für VD ist die Auswahl der Archive unverständlich. Der Kanton beanstandet v. a. die Arbeit der externen Experten und kritisiert dabei heftig die Tatsache, dass zwischen den Fachstellen und den Experten kein Kontakt bestand und dass die vom Kanton vorgängig geleistete Arbeit der Archiverfassung nicht berücksichtigt wurde. Das methodische Vorgehen der externen Experten schätzt VD zudem als falsch ein, denn sie verkenne die Einzigartigkeit der waadtländischen Archiv-Landschaft. Die Auswahl der Archive erscheine im Vergleich zur Auswahl in anderen Kantonen unlogisch.
5.2.3 Spezialfälle
Aus den Kantonen gingen Vorschläge für lineare Objekte über längere Distanzen (Eisenbahnlinien, Autobahnabschnitte mit Tunnelportalen usw.) sowie für die Aufnahme spezieller Flugzeuge ein.
Auf die vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS im Erläuternden Bericht zur Revision des KGS-Inventars gestellte Frage bezüglich künftiger Aufnahme dieser Objekte erfolgten in der Anhörung keine Rückmeldungen aus den Kantonen.
5.3 Beizug externer Experten
Bei den Kantonen stösst der Beizug von externen Experten nicht immer auf Zustimmung, gerade in den Bereichen der ländlichen Kleinbauten und Burgen. Hier beantragen mehrere Kantone eine Rückstufung der jeweiligen Objekte (SZ, TG, TI, VD, ZH).
TG kritisiert vor allem die Arbeit des Burgenvereins und ist der Meinung, dass die Zahl der beigezogenen Experten in den Arbeitsgruppen zu hoch sei. Eine einzige Arbeitsgruppe ge-
6/12 Ident-Nr./Vers. 10011933534/01 MS ID/Vers. 10004/02 Aktenzeichen 272.1-08