Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2009/119: Konsolidierungsprogramm 2011-2013 (KOP 11/13) und Bericht zur Umsetzung der Aufgabenüberprüfung des Bundes · 162 Seiten

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und Wirtschaftlichkeitsanalyse durchgeführt werden. In Zukunft wird aufgrund eines Projekt-Portfoliomanagements auf Stufe Departement und Bund vor allem durch die Leistungsbezüger noch eingehender geprüft werden müssen, welche IKT-Projekte verschiebbar sind oder auf welche ganz verzichtet und wie die Gesamtwirtschaftlichkeit der IKT-Infrastrukturen und Anwendungen erhöht werden kann. Dies soll Entlastungen in der Höhe von bis zu 60 Millionen jährlich ermöglichen. Die Entlastungen werden einerseits durch Effizienzsteigerungen bei den Leistungserbringern erbracht. Andererseits beinhalten sie auch Verzichtsplanungen und Projektverzögerungen bei den Leistungsbezügern und Kürzungen bei den Reserven des IRB, die durch eine verstärkte Priorisierung der Projektportfolios erzielt werden. Im Einzelnen sind folgende Massnahmen vorgesehen:

Programm Büroautomation Bund (Standardisierung Büroautomations-Arbeitsplatz): Bei der ausgewiesenen Entlastung von 12,5 Millionen p.a. (ab 2012) handelt es sich einerseits um 9 Millionen, welche das BIT durch Effizienzsteigerungen im Rahmen der Zusammenlegung der Produktionsstrassen erzielt. Andererseits werden 3,5 Millionen durch die erzielte Standardisierung eingespart (Flottenpolitik, Volumenbündelung, Reduktion von Softwareprodukten und Supportkosten).

Effizienzsteigerung im Bereich Telekommunikation: Eine externe Benchmarkstudie weist im Bereich Telekommunkation ein Effizienzsteigerungspotenzial von 4 Millionen (2011), 8 Millionen (2012) und 12 Millionen (2013) insbesondere in den Bereichen Wide-Area-Netzwerke (WAN) und Mobiltelefonie aus. Dieses soll realisiert werden. Im Rahmen der Aufgabenüberprüfung wird zudem eine Telekommunikationsstrategie für die Bundesverwaltung ausgearbeitet. Dabei wird u.a. der Bezug von weiteren Telekommunikationsleistungen am Markt geprüft, um die Gesamtkosten zu senken. Die Strategie behandelt die Übertragungs-, Standort- und Gebäudeerschliessungs- sowie Mobil- und Auslandsnetze der Bundesverwaltung einschliesslich des zivilen Netzes des VBS. Sie berücksichtigt nach Massgabe der Geschäftsbedürfnisse auch die Integration der Telefonie und andere Zukunftsentwicklungen (siehe dazu auch: Aufgabenüberprüfung des Bundes, Bericht zur Umsetzungsplanung, Teil II, Ziff. 1.2.2., S. 10).

Reduktion bei BIT-Beschaffungen: Das BIT ersetzt heute die Server für den Betrieb von Anwendungen in der Regel nach Ablauf der definierten Abschreibungsdauer von 3 bzw. 5 Jahren. Durch die Ausdehnung der Einsatzzeit (Lifecycle) von Server-Infrastrukturen im Bereich des Betriebs von Anwendungen über die heutige Einsatzdauer hinaus sollen jährliche Einsparungen von 3 Millionen erzielt werden.

Kürzungen bei den Leistungsbezügern (LB): Die LB sollen durch eine verstärkte Priorisierung ihrer Projektportfolios Kürzungen von jährlich 2225 Millionen umsetzen. Diese Kürzungen müssen im Verlauf des Budgetprozesses mit konkreten Massnahmen unterlegt werden. Deshalb können die Massnahmen und Projekte erst in der definitiven Botschaft zum KOP 11/13 beschrieben werden.

Kürzungen IKT-Wachstum und Bundesreserve: Mit dem IKT-Wachstum verfügt der Informatikrat Bund (IRB) über ein Gefäss zur interdepartementalen Steuerung von strategischen IKT-Vorhaben. Dieser Kredit soll rund 11 Millionen pro Jahr zur Entlastung des Bundeshaushaltes beitragen. Im