Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2009/28: Teilrevision der Verordnung über genetische Untersuchungen beim Menschen (GUMV) und der Verordnung des EDI über genetische Untersuchungen beim Menschen (GUMV-EDI) · 7 Seiten
Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 3Fedlex · Ergebnisbericht
Da die Molekularmedizin ein wichtiges Teilgebiet der Erwachsenengenetik in der Schweiz sei, schlägt Mis vor, die Fachärztin resp. den Facharzt für Innere Medizin nach dem Medizinalberufegesetz vom 23. Juni 2006 mit dem von der FMH erteilten Schwerpunkt Molekularmedizin als Laborleiter bzw. Laborleiterin zuzulassen.
2.1.4 Artikel 7
CRUS begrüsst, dass die Anerkennung der Diplome nun konform zu den bestehenden Verfahren geregelt wird.
Bst. a
SRK empfiehlt den Passus "oder ein als gleichwertig anerkannter Berufsabschluss" aufzunehmen. VD bezweifelt, dass eine Laborantin EFZ Biologie resp. ein Laborant EFZ Biologie genügend qualifiziert sei, um in einem medizinisch-diagnostischen Laboratorium zu arbeiten.
2.1.5 Artikel 15 Abs. 2
Mehrere Stellungnahmen sprechen sich dafür aus, Laboratorien, die nach Art. 6 Abs. 4 bzw. nach Art. 11 Abs. 1bisbewilligt sind, nicht mehr generell von der Pflicht der externen Qualitätskontrolle auszunehmen (BE, FAMH, FMH, GUMEK, Insel, SGMG).
2.1.6 Artikel 18 Bst. c
Da die Formulierung des Artikels zu Missverständnissen führen könnte, schlagen BE, Insel und GUMEK eine neue Formulierung vor.
2.2 Bemerkungen zur GUMV-EDI
2.2.1 Allgemeine Bemerkungen
Der Revisionsvorschlag wird von allen Anhörungsteilnehmenden grundsätzlich begrüsst. Zu verschiedenen Teilaspekten werden Änderungsvorschläge eingebracht.
SGMG und FAMH legen Wert auf die Feststellung, dass manche der bereits früher getroffenen Suffixallokationen bzw. Krankheitsgruppierungen in der GUMV-EDI nach wie vor fragwürdig erscheinen. BS erscheint es problematisch, das Recht auf die Durchführung molekulargenetischer Tests in den verschiedenen genannten Fällen auf allzu viele unterschiedliche FAMH-Titelinhaber zu verteilen. SGED vermisst die Aufführung der Abklärungen zur MODY (Erwachsenendiabetes im Jugendalter) im Vorfeld einer geplanten Therapie.
2.2.2 Familiäre Krebssyndrome
FMH und SGPath/SGMP erachten den Verzicht auf eine abschliessende Liste der Untersuchungen auf familiäre Krebssyndrome aufgrund der schnellen Entwicklungen in diesem Bereich als äusserst sinnvoll.
2.2.3 Abklärungen der Wirkung einer geplanten Therapie
BS, FMH, SGPath/SGMP regen an, genetische Untersuchungen zur Abklärung der Wirkung einer geplanten Therapie durch den Begriff "Pharmakogenetik" zu präzisieren. VD bezweifelt, dass alle zugelassenen Fachbereiche die für die Interpretation der Ergebnisse notwendigen Kenntnisse in Molekularbiologie mitbringen.