AB-EBV_2012_Vorschriftenentwürfe
Vernehmlassung 2010/109: Teilrevision der Eisenbahnverordnung (EBV) und ihrer Ausführungsbestimmungen (AB-EBV); Integration der revidierten Bestimmungen der Verordnung über elektrische Anlagen von Bahnen (VEAB) und ihrer Ausführungsbestimmungen (AB-VEAB) in die EBV und AB-EB · 371 Seiten
Fedlex · Vorlage · Seite 253Fedlex · Vorlage
Kapitel: Fahrzeuge Blatt Nr.: 8
Abschnitt: Triebfahrzeuge und Zugskompositionen der Zahnradbahnen
Artikel: Bremsen Ausgabe: 01.07.2010
(AB 60.2.b)
3.1.4.3 Effektive Verzögerung pe, welche mit Hilfe eines passenden Gerätes z Z N S
unmittelbar zu messen und zu registrieren ist. Allgemein zeigt die auf-
genommene p-Kurve stets gewisse Schwingungen. Als effektive Ver-
zögerung pe ist diejenige zu betrachten, die sich nach Aufbau der
Bremskraft als Mittelwert ergibt.
Viel genauer und übersichtlicher lässt sich pe als Neigung der
Geschwindigkeits-Zeit-Kurve ermitteln, falls eine solche aufgenommen
wird;
3.1.4.4 Bremszeit T, lediglich zu Vergleichszwecken. z Z N S
3.1.5 Registrierungen z Z N S
3.1.5.1 Um einen richtigen Einblick in die sich abspielenden Vorgänge zu er- z Z N S
halten, ist es empfehlenswert, ebenfalls die Geschwindigkeit v und
den Weg x in Funktion der Zeit zu registrieren.
3.1.5.2 Zudem sollten im gleichen Registrierdiagramm der Stopp-Befehl, das z Z N S
Abschalten der Beharrungsbremse (Ausnahme: Ziffer 1.4.1) und die
Betätigung bzw. das Einschalten der Anhaltebremse festgehalten
werden.
3.2 Einleitung der Bremsung durch den Übergeschwindigkeitsauslöser z Z N S
(siehe auch Ziffer 2.4).
3.2.1 Bei diesem Versuch wird die Geschwindigkeit auf ca. 70 bis 80 % der z Z N S
Ansprechgeschwindigkeit des Übergeschwindigkeitsauslösers regu-
liert und bei einer Marke neben dem Gleis die Beharrungsbremse
ausgeschaltet (im gleichen Sinne wie Ziffer 3.1).
3.2.2 Wird dabei v (evtl. auch x) in Funktion der Zeit t registriert und das z Z N S
Ansprechen des Übergeschwindigkeitsauslösers markiert, lassen sich
aufgrund des Diagramms die Geschwindigkeit v1 beim Ansprechen
des Übergeschwindigkeitsauslösers und zu Vergleichszwecken die
Bremszeit T1 vom Moment des Ansprechens des Übergeschwindig-
keitsauslösers bis zum Stillstand bestimmen.
Das Ablesen der Geschwindigkeit sowie die Markierung des Bodens
neben dem Gleis beim Ansprechen des Übergeschwindigkeitsauslö-
sers sind zu ungenau, um zu richtigen Resultaten auf Grund des
Bremsweges X zu kommen.
3.2.3 Die effektive Verzögerung Pe ergibt sich unmittelbar aus der Neigung z Z N S
der aufgenommenen Geschwindigkeitskurve. Sie kann aber auch aus
der mit Hilfe eines Verzögerungsmessers registrierten Verzögerung
ermittelt werden.
3.2.4 Für periodische Kontrollen genügt es im allgemeinen, die Zeit T1 mit z Z N S
einer Stoppuhr zu bestimmen, sofern der Moment des Ansprechens
genügend genau feststellbar ist; es ist dann lediglich ein Gerät zur
Messung von pe notwendig.
(AB 60.2.b)
Zeichenerklärung: A=Adhäsion, z od. Z=Zahnrad, zZ= alle Neigungen, z≤125 ‰, Z>125 ‰;
N=Normalspur, S=Schmalspur, T=Strassenbahn (Trambahn),
L=nur Triebfahrzeuge
Fortsetzung Blatt Nr. 9