Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2010/110: Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur (FABI; Gegenentwurf zur Volksinitiative «Für den öffentlichen Verkehr») · 142 Seiten
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Auswirkungen auf Raumordnung, Umwelt und Energie
STEP unterstützt die raumplanerischen Ziele des Bundesrates
Die Abstimmung aller raumrelevanten Tätigkeiten des Bundes im Verkehrsbereich wird im Sachplan Verkehr vorgenommen. Gemäss den Zielsetzungen des Sachplanes Verkehr sollen die Funktionalität der Schieneninfrastruktur für Gesellschaft und Wirtschaft erhalten und insbesondere die Qualität der Verbindungen zwischen den Zentren verbessert werden. Gerade dies ist ein zentrales Anliegen dieser Vorlage. Die Weiterentwicklung der Bahninfrastruktur unterstützt die raumplanerischen Ziele des Bundes, da Kapazitätsausbauten den Erhalt leistungsfähiger Verbindungen für den Güter- und Personenfernverkehr sowie eine hohe Zuverlässigkeit des Verkehrs garantieren.
STEP trägt dazu bei, die dezentrale Siedlungsentwicklung zu mässigen
Da mit dem Ausbau der Bahninfrastruktur die Reisezeiten nur punktuell verkürzt werden, sind die Auswirkungen auf die geographische Grösse der Marktgebiete gering. Jedoch besitzt die qualitativ bessere Erreichbarkeit einen kostendämpfenden Effekt auf der Beschaffungsseite von Unternehmen (insbesondere bei den Arbeitskräften), da dem erwarteten Nachfragewachstum im Pendelverkehr ein adäquates Angebot gegenübergestellt wird. Es ist allerdings noch offen, welchen Preis das Pendeln in Zukunft haben wird und wo die Lage der Preisschwelle für das Pendeln liegt.
Auf der Absatzseite für Unternehmen sind insbesondere bei Dienstleistungen mit direktem Kundenkontakt Effekte zu erwarten. Dies betrifft z.B. kommerzielle Dienstleistungen), da Mobilität in diesen Branchen fester Bestandteil der Geschäftsmodelle ist.
Auswirkungen auf Energie und CO2-Emissionen
Mit der Realisierung eines Ausbauschrittes 2025 im Umfang von rund 3.5 Milliarden Franken und der damit vorgesehenen Angebotsverbesserung werden mehr Züge verkehren. Mit dem erwarteten Mehrverkehr auf der Schiene wird der Elektrizitätsbedarf um ca. 47 GWh pro Jahr ansteigen. Die gegenwärtig für den Bahnbetrieb auf dem Schienennetz in der Schweiz benötigte elektrische Energie beträgt jährlich rund 2‘400 GWh. Damit entspricht der Mehrverbrauch einer Zunahme um knapp 2 Prozent. Dieser Mehrbedarf entspricht dem Elektrizitätskonsum von 12'500 durchschnittlichen Haushalten.
Dem Mehrverbrauch an Elektrizität steht ein gewisser Minderverbrauch von Treibstoffen auf der Strasse gegenüber, da durch die Angebotsverbesserung der Bahn Verkehr von der Strasse auf die Schiene verlagert wird. Die langfristige Wirkung kann nicht beziffert werden.
Der Bahnstrom wird in der Schweiz gegenwärtig zu rund 75 Prozent aus Wasserkraft gewonnen. Der Mehrverbrauch an Elektrizität bewirkt damit einen geringfügigen CO2-Mehrausstoss. Dem steht ein noch nicht genau zu beziffernder strassenseitiger Minderausstoss gegenüber.