Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2010/110: Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur (FABI; Gegenentwurf zur Volksinitiative «Für den öffentlichen Verkehr») · 142 Seiten

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1.5.2.5 Weitere Teile des Strategischen Entwicklungsprogrammes Bahninfrastruktur (STEP) inkl. Privatbahnen

Entwicklung der Privatbahnen

Verschiedene Regionen werden vorwiegend durch Privatbahnen erschlossen. Auch dort soll das Angebot weiter entwickelt und eine Kapazitätsüberlastung verhindert werden.

Im Rahmen der Arbeiten zu Bahn 2030 wurden zusammen mit den sechs grossen Privatbahnen (MOB, RBS MGB, SOB, RhB, zb)24Bedarf und Dringlichkeit für weitere Ausbauten untersucht. Dabei wurde nach ähnlicher Methodik wie für das Normalspurnetz der Bedarf bis 2030 untersucht und das zusätzlich notwendige Verkehrsangebot und der Infrastrukturbedarf dafür bestimmt.

Dieser Bedarf besteht vorwiegend im Agglomerationsverkehr sowie in Regionen mit starkem Tourismus- und Freizeitverkehr. Mit den Angebotsverbesserungen lassen sich periodische Spitzenlasten besser bewältigen und die Betriebsstabilität erhöhen.

Eine Bewertung der Massnahmen erfolgte angepasst an die speziellen Bedingungen von Privatbahnen in den Randregionen der Schweiz. Insbesondere wurde berücksichtigt:

 die verkehrliche Bedeutung bzw. der Netzzusammenhang,

 das Ausmass der erreichbaren Angebotsverbesserungen,

 die Abhängigkeit von Planungen anderer Transportunternehmungen (insb. von den SBB),

 das Verhältnis aus Investitionsvolumen und Gesamtnachfrage,

 die Wirkungen bezüglich der Fahrplan- und Betriebsstabilität und

 die Auftretenswahrscheinlichkeit von (auch künftig kaum abbaubaren) Engpässen während der Spitzenzeiten.

Nachfolgende Tabelle 5 umfasst die Angebotsverbesserungen der Dringlichkeitsstufen 1 und 2.

24 Die BLS wurde hier nicht separat angesprochen; sie arbeitete zusammen mit den SBB direkt in den Arbeitsgruppen des BAV mit.