Bericht und Vorlage

Vernehmlassung 2010/126: Agrarpolitik 2014-2017: Weiterentwicklung der Agrarpolitik in den Jahren 2014 bis 2017 · 310 Seiten

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Auswirkungen

Direktzahlungen

Die Weiterentwicklung des Direktzahlungssystems bietet für die Landwirtinnen und Landwirte einerseits neue Chancen und ist andererseits auch eine Herausforderung. Neben der neuen Terminologie, die auch das Selbstverständnis für die erbrachten Leistungen klar stärkt, müssen sie sich auf gegenüber heute angepasste Direktzahlungsinstrumente einstellen. Diese bieten zusätzliche Möglichkeiten, gemeinwirtschaftliche Leistungen zu erbringen und entsprechende Fördergelder zu beziehen. Die Teilnahme an den neuen Beitragsinstrumenten bedeutet für die Landwirtinnen und Landwirte teilweise ein zusätzlicher Aufwand für Aufzeichnungen. Im Gegenzug führen die zielgerichteteren Massnahmen dazu, dass nicht betroffene Betriebe administrativ entlastet werden. Den gleichen Effekt haben die vorgesehenen Vereinfachungen im Bereich der Vernetzung und die Harmonisierung des Vollzugs von LwG und NHG. Zudem kann mit der elektronischen Datenverwaltung der Erfassungsaufwand für die Landwirte gegenüber heute reduziert werden.

Gemäss den Modellrechnungen verbessern sich die Einkommensaussichten für die Landwirtschaft mit der Weiterentwicklung der Agrarpolitik (vgl. Ziff. 4.4). Es ist mit einer höheren Flächenmobilität und besseren Wachstumsmöglichkeiten zu rechnen. Je nach betrieblicher Situation, Interessen der Betriebsleiter und Umfeld werden die betrieblichen Strategien auf die Veränderungen unterschiedlich ausfallen. Während einige sich vor allem auf die freiwilligen Programme ausrichten werden, werden andere aufgrund der verbesserten Wachstumsmöglichkeiten ihren Betrieb vergrössern. Wer sich unternehmerisch verhält und seinen Betrieb konsequent auf die neuen Rahmenbedingungen ausrichtet, wird vom Systemwechsel profitieren.

Die Anpassung der SAK-Faktoren sowie eine zusätzliche Erhöhung des Mindestarbeitsbedarfs im Talgebiet auf 0,4 SAK führt dazu, dass rund 4 150 Betriebe keine Direktzahlungen mehr erhalten (Tabelle 46).

Tabelle 46

Auswirkung Anpassung der SAK-Faktoren plus Erhöhung der SAK-Grenze auf 0,4 im Talgebiet

Erhöhung der Faktoren Zusätzliche Erhöhung der Total

Grenze auf 0,4 SAK

Zone Betriebe Fläche in ha Betriebe Fläche in ha Betriebe Fläche in ha Talzone 750 5 800 2 100 19 600 2 850 25 400 Hügelzone 200 1 100 650 3 900 850 5 000 Bergzone I 150 600 150600

Bergzone II 150 700 150700

Bergzone III 100 500 100500

Bergzone IV 50 300 50300

Total 1 400 9 000 2 750 23 500 4 150 32 500

Durch die Beschränkung der Einkommens- und Vermögensgrenze auf die Anpassungsbeiträge entfallen bei den leistungsbezogenen Direktzahlungen Kürzungen im