Bericht und Vorlage
Vernehmlassung 2010/126: Agrarpolitik 2014-2017: Weiterentwicklung der Agrarpolitik in den Jahren 2014 bis 2017 · 310 Seiten
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Künftige Rahmenbedingungen
sich um eine Durchschnittsbetrachtung für die Schweizer Milchproduktion. Der Anteil der Laufställe wird in der Zeitspanne von 1990 bis 2020 von 3 auf über 50 Prozent anwachsen. Aufgrund der hohen Investitionen in die Stalleinrichtungen und deren Amortisation über mehrere Jahrzehnte ist es sinnvoll, dass diese kontinuierliche Entwicklung weitergeführt wird. Bei der Fütterungs-, Melk- und Entmistungstechnik sind weitere Automatisierungen möglich und die Arbeitsproduktivität kann in den den nächsten 10 Jahren im bisherigen Ausmass gesteigert werden. In einigen Betriebszweigen, insbesondere im Ackerbau zeigt sich jedoch auch, dass die Reduktion der Arbeitszeiten an Grenzen stossen wird. Sind die Arbeitsschritte voll mechanisiert, die Arbeitsgänge auf drei bis vier Überfahrten reduziert (Direktsaat) und lassen die örtlichen Gegebenheiten keine grösseren Arbeitsbreiten zu, können nur noch geringe Fortschritte im Ackerbau erzielt werden.
Abbildung 30
Entwicklung des Arbeitszeitbedarfs in der Milchviehhaltung
160
Betriebsführung/Sonderarbeiten 140 Misten/Einstreuen
Füttern
120 Melken
100
80
60
40
20
0
1990 2001 2010 20152020
Jahr Quelle: ART
1.3.6 Internationale Agrarmärkte
Die Produzentenpreise auf dem Weltmarkt haben in den letzten vier Jahren stärker geschwankt als in der ganzen Zeitspanne seit der Erdölkrise in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Die Preisausschläge auf den Weltmärkten waren auch in der Schweiz, mehr als zunächst angenommen, spürbar. So wurde den Produzenten je Kilogramm Milch im Jahr 2007 rund 70 Rappen bezahlt, 2008 waren es fast 78 Rappen und 2009 65 Rappen. Auch beim Weizen und Raps waren derartige Schwankungen zu beobachten. Entsprechend gross sind auch die Unsicherheiten über die künftigen Preisentwicklungen. Die Prognosen der OECD und FAO72 gehen
72 OECD-FAO (2010): Agricultural Outlook 2010-2019, Paris/Rome.