Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2010/50: Verordnung über die ausserfamiliäre Betreuung von Kindern (KiBeV; Kinderbetreuungsverordnung) · 14 Seiten
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Entgeltlichkeit als Unterscheidungskriterium (GL, ZH; GRÜNE; EKFF, KiTaS,
ProJu);
mangelnde Berücksichtigung des Kindeswohls, insbesondere mit Blick auf die
Befreiung von der Bewilligungspflicht für Verwandte und nahestehende Personen im Vollzeitbetreuungsbereich (AG, AI, AR, BE, BL, BS, FR, GR, JU, NW, OW,
SG, SH, SO, SZ, TI, UR, ZG, ZH; CVP, GRÜNE, SP; as, CUR, EKFF, EKKJ,
EmK, Int, KiTaS, KrCH, net, PF, PKAS, ProJu, SGF, SODK, SSV, SVAMV,
SVBB, SVEO, TF-CH, UniLa);
Aufbau und Struktur der KiBeV (BE, SH, SO; b+b, EKFF, net);
Einschränkung der statistischen Erhebungen (AG, AI, AR, BE, BL, BS, FR, UR;
ProJu, SGB, SKG, TF-CH).
4.3 Formelle Bemerkungen
Kritisiert wird vereinzelt die Systematik der KiBeV (generell: BS). Ein Kanton (LU) lehnt die gewählte Systematik ohne nähere Angaben ab. Andere bemängeln, der Aufbau sei unübersichtlich (SH, SO; b+b, EKFF, SEA), unklar (GRÜNE; net), benutzerunfreundlich (SO) oder schwerfällig und unpraktisch (BE). Demgegenüber ist NE der Ansicht, der Aufbau der Verordnung sei gut, klar und verständlich und die Fachausdrücke seien klar definiert, wodurch die Auslegung durch die Kantone Beschränkungen erfahren würde, was wiederum allen betroffenen Kindern eine bessere Gleichbehandlung garantiere.
Die Einrichtung kantonaler Fachstellen wird von den Organisationen und auch von einzelnen Kantonen erneut ausdrücklich begrüsst (AG, AR, BL, GR, UR; as, KOKES, K&F, SEA, SGB, SKG, SODK, S&E, UNESCO), ebenso die Einsetzung einer zentralen kantonalen Behörde für Bewilligung und Aufsicht (AG, BS, GR, JU, NW, UR, VD; ProJu, UNESCO, VFG). Andere Vernehmlassungsteilnehmende, die sich dazu äussern, vertreten jedoch eine gegenteilige Ansicht, indem sie die organisatorischen Vorgaben des Bundes als Eingriff in die Organisationsautonomie empfinden (AI, BE, BL, LU, SH, TG, ZH; SODK) oder die ungenügende gesetzliche Grundlage bemängeln (BE, TG; KOKES, UniLa).
Verschiedene Teilnehmer bemängeln zudem das Fehlen eines Abschnittes über die Rechte der Kinder (SP; EKKJ, Int, net, KrCH, S&E).
Anlass zu Kritik gibt zudem die hohe Regelungsdichte (AG, AI, BL, BS, OW, SH, ZG, ZH; CSP, EVP; EKKJ, KOKES, SA, SEA, SGV, sgv-usam, SODK, SSV).
4.4 Materielle Bemerkungen: Allgemein
In der allgemeinen materiellen Beurteilung zeichnen sich divergierende Tendenzen ab. Einige Vernehmlassungsteilnehmende sind der Ansicht, beim VE-2010 handle es sich um eine tragfähige Lösung (SBV, SBLV), welche die zentralen Anliegen, die im Interesse des Kindeswohles stünden, berücksichtige (EmK,) bzw. die eine wesentliche Verbesserung zu seinem Vorgänger darstelle (GeCoBi) und die zum VE-2009 geäusserten Kritikpunkte zu einem nicht unbedeutenden Teil aufnehme (LU, JU, NE, VS; SA, SGF, SGV, SKI, SSV, VFG), sich deutlich sachgerechter als die Vorgängerversion präsentiere (SP) und von einer sorgfältigen Analyse des heutigen Zustandes zeuge sowie der neueren Entwicklung besser Rechnung trage (OW).