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Vernehmlassung 2011/70: Strategie Biodiversität Schweiz · 76 Seiten

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Strategie Biodiversität Schweiz BAFU 2011

neuen Biodiversitätsstrategie der EU158. Sie unterstützt die Aktivitäten der Europäischen Umweltagentur (EUA) und des Netzwerks der Leiter der Europäischen Naturschutzbehörden (ENCA). Im Rahmen ihrer Mitgliedschaft engagiert sich die Schweiz in der Wirtschaftskommission der UNO für Europa (UNECE), der OECD und der Berner Konvention (Europarat). Um die Vernetzung der ökologischen Infrastruktur der Schweiz mit den umgebenden Ländern sicherzustellen, werden die europäischen Vernetzungsprojekte wie die grüne Infrastruktur der EU159, die Ramsar-Feuchtgebiete, das Netz Natura 2000/Smaragdnetzwerk, die wichtigsten Vogelgebiete «Important Bird Areas (IBA)» wie auch die alpenübergreifende Vernetzung der Ökosysteme mit den Projekten ECONNECT160 und dem Ökologischen Verbund der Alpenkonvention unterstützt.

Weil die Kräfte der multilateralen Institutionen gebündelt und sich widersprechende Beschlüsse vermieden werden müssen, sind die Kooperationen und die Synergien zwischen den Konventionen im Biodiversitätsbereich stetig zu verbessern, namentlich jene der Biodiversitätskonvention, der RamsarKonvention zum Schutz von Feuchtgebieten, der Bonner Konvention über migrierende Tierarten, des Artenschutzübereinkommens (CITES), des Internationalen Vertrags über pflanzengenetische Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft (ITPGRFA) und der Welterbekonvention der UNESCO. Andere multilaterale Abkommen, beispielsweise die Klimarahmenkonvention (UNFCCC) oder die Abkommen im Rahmen der FAO, der UNFF, des UN Waldforums, der WIPO und der WTO sollen in ihren Beschlüssen Biodiversitätsaspekten Rechnung tragen. Insbesondere müssen im Klimabereich Biodiversitäts-Safeguards durchgesetzt werden. Im Bewusstsein, dass eine räumliche Konzentration diesen Bestrebungen förderlich ist, setzt sich die Schweiz wo immer möglich für eine Bündelung der verschiedenen biodiversitätsrelevanten Institutionen am Standort Genf ein. Weiter unterstützt die Schweiz die Arbeiten des zwischenstaatlichen Ausschusses zwischen der Wissenschaft und der Biodiversitätspolitik (IPBES) sowie affiliierter Organisationen wie der GBIF161, im Bewusstsein, dass Entscheidungsträger sowie relevante internationale Foren auf unabhängige wissenschaftliche Analysen und Berichte über den Zustand, die Entwicklung sowie Handlungsoptionen für die Förderung der Erhaltung und nachhaltigen Nutzung der Biodiversität auf globaler, nationaler und regionaler Ebene angewiesen sind.

7.10 Überwachung von Veränderungen der Biodiversität

Veränderungen der Biodiversität in der Schweiz müssen zuverlässig festgestellt werden Herausforderung können. Ausgehend von heute bereits bestehenden Monitorings ist ein Monitoringsystem für alle Ebenen (Vielfalt der Ökosysteme, Arten und Gene) der Biodiversität aufzubauen. Dieses erlaubt es, eine Umsetzungs- und Erfolgskontrolle der nationalen und sektoralen Umweltziele und der Strategie Biodiversität Schweiz vorzunehmen.

Ziel

Die Überwachung der Veränderungen von Ökosystemen, Arten und der genetischen Vielfalt ist bis 2020 sichergestellt.

158 Die Europäische Kommission präsentierte am 3. Mai 2011 ihre neue Strategie zur Eindämmung des Biodiversitätsverlustes bis 2020.

159 Green Infrastructure. http://biodiversity.europa.eu/topics/green-infrastructure 160 ECONNECT zielt darauf ab, den ökologischen Verbund im Alpenraum zu verbessern. Für das Projekt haben sich internationale, mit der Alpenkonvention verbundene Dachorganisationen, wissenschaftliche Institutionen und lokale Umsetzungspartner zusammengeschlossen. www.econnectproject.eu/cms/?q=homepage/de

161 Global Biodiversity Information Facility (GBIF). www.gbif.org