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Vernehmlassung 2011/70: Strategie Biodiversität Schweiz · 76 Seiten
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Strategie Biodiversität Schweiz BAFU 2011
Die heutigen Monitorings müssen in einem kohärenten System inhaltlich weiterentwi- Handlungsfelder ckelt sowie institutionell und finanziell abgesichert werden. Basierend auf der vorliegenden Strategie und den daraus resultierenden Umsetzungsvorhaben sind neue ausgewählte Kenngrössen als Indikatoren zu definieren. Diese Kenngrössen orientieren sich an folgenden Leitindikatoren zum Zustand der Biodiversität:
Das Überleben der einheimischen Arten in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet ist sichergestellt.
Die genetische Vielfalt der einheimischen Wildarten, Nutzrassen und Kultursorten ist erhalten.
Die Ökosysteme der Schweiz bleiben funktionsfähig, und ihre Leistungen sind sicher gestellt.
Wichtige Datenquellen sind im Rahmen bestehender Monitoringprogramme bereits heute vorhanden. Diese umfassen unter anderem das Biodiversitäts- und das Landschaftsmonitoring Schweiz, das Landesforstinventar (LFI), die Arealstatistik des Bundesamts für Statistik, das Agrar-Umweltmonitoring des BLW oder das topografische Landesmodell der schweizerischen Landestopografie.
Unterstützend zu Überwachungsinstrumenten der Biodiversität und im Hinblick auf eine zufriedenstellende Zugänglichkeit der Daten für die durch den Aktionsplan involvierten Partner sollen georeferenzierte Informationen zu den Flächen der ökologischen Infrastruktur erhoben werden. Programme zur Sammlung und Verbreitung von Biodiversitätsdaten sind fortzuführen und auszubauen, die Vernetzung von nationalen Datenzentren ist zu verstärken.
Zur Sicherstellung der internationalen Vergleichbarkeit werden die Ansprüche aus bestehenden internationalen Berichterstattungspflichten berücksichtigt (z. B. Indikatoren der OECD, der Europäischen Umweltagentur oder der Ministerkonferenz zum Schutz der Wälder in Europa). Die Beziehungen zu internationalen Monitoring- und Informationssystemen werden verstärkt.
Die Berichterstattung erfolgt im Rahmen bestehender Berichte. Zukünftig sollten die Resultate der Monitoringprogramme und Erfolgskontrollen und weiterer Instrumente besser zusammengeführt und deutlicher kommuniziert werden. Dafür ist es wichtig ein aussagekräftiges und langfristig gültiges Set von Indikatoren für die Biodiversität und ihre Ökosystemleistungen zu definieren und umzusetzen.