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Vernehmlassung 2011/70: Strategie Biodiversität Schweiz · 76 Seiten

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Strategie Biodiversität Schweiz BAFU 2011

chender Standard der UNO, SEEA151, wird per 2013 bezüglich Ökosystemen und Ökosystemleistungen überarbeitet. Die Schweiz nimmt an diesem Prozess aktiv teil und orientiert sich in der Umsetzung an internationalen Standards.

Im erwähnten Auftrag zur grünen Wirtschaft hat der Bundesrat auch das UVEK beauftragt, in Zusammenarbeit mit dem EVD, dem EJPD und der BK die Möglichkeit zu prüfen, die Untersuchung der Auswirkungen von Erlassentwürfen auf Ressourceneffizienz und -verträglichkeit im Botschaftsleitfaden und im Rahmen der Regulierungsfolgenabschätzung festzuschreiben. Im Botschaftsleitfaden wurde dieser Beschluss bereits umgesetzt, sodass die Auswirkungen von Gesetzesänderungen auf die Umwelt fortan systematischer dargelegt werden. Bei der nächsten Überarbeitung der Vorgaben zur Regulierungsfolgenabschätzung wird ebenfalls zu prüfen sein, wie die Biodiversität angemessen berücksichtigt werden kann.

7.7 Generierung und Verteilung von Wissen

Entscheidungsträger aus Wirtschaft und Gesellschaft beeinflussen mit ihrem täglichen Herausforderung Handeln die Biodiversität direkt oder indirekt. Umgekehrt profitieren sie in vielfältiger Weise von der Biodiversität als zentrale Lebensgrundlage. Fundiertes Wissen über Arten, Ökosysteme und deren Leistungen sowie das Verständnis, wie persönliche und politische Entscheidungen die Biodiversität beeinflussen, sind die Basis, damit die Verantwortung für die Erhaltung der Biodiversität wahrgenommen werden kann. Die Voraussetzung hierfür ist, dass das nötige Wissen vorliegt und für Verwaltung, Praxis, Politik und Öffentlichkeit zugänglich ist.

Ziel

Wissen über Biodiversität ist bei allen Akteuren bis 2020 ausreichend vorhanden und schafft die Basis dafür, dass Biodiversität als zentrale Lebensgrundlage verstanden und bei relevanten Entscheidungen berücksichtigt werden kann.

Information und Sensibilisierung: Bund, Kantone und Gemeinden stärken mit Handlungsfelder Kommunikationsaktivitäten das Bewusstsein aller Akteure aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft darüber, dass und wie sie von Ökosystemleistungen profitieren, welches die Folgen ihres Handelns und ihres Konsums auf die Biodiversität und die Ökosystemleistungen sind und wie sie zur Erhaltung beider beitragen können. Produktumweltinformationen sollen den ganzen Lebenszyklus berücksichtigen und so alle relevanten Umweltwirkungen einbeziehen – also auch die Biodiversität. Es gibt ausreichend Gelegenheiten, um allen Menschen Erlebnisse, Erfahrungen und Begegnungen mit der Biodiversität zu ermöglichen und einen Alltagsbezug herzustellen.

Bildung und Beratung: Bei der Ausbildung von Schülerinnen und Schülern sowie Studierenden wie auch bei der Aus- und Weiterbildung in biodiversitätsrelevanten Berufen sollen Grundkenntnisse vermittelt werden über die in der Schweiz lebenden Arten, über die Biodiversität und ihren Wert, über die Leistungen der Ökosysteme und über Handlungsmöglichkeiten, Biodiversität zu erhalten, zu fördern und ihre Nutzung nachhaltig zu gestalten. Ausserschulische Institutionen (z. B. Museen, zoologische und botanische Gärten, Naturschutzzentren) werden bei der Planung und Durchführung von Angeboten im Bereich Biodiversität unterstützt und informelle Bildungsmöglichkeiten gefördert. Berufsleuten aus Bereichen, die biodiversitätsrelevant sind oder sein könn-

151 Handbook of National Accounting: Integrated Environmental and Economic Accounting 2003. http://unstats.un.org/unsd/envaccounting/seea2003.pdf