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Vernehmlassung 2011/70: Strategie Biodiversität Schweiz · 76 Seiten

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Strategie Biodiversität Schweiz BAFU 2011

tigten gleichwertig ist. Die Ersatzmassnahme liegt in der gleichen Gegend wie der Eingriff und ist in Bezug auf den betroffenen Natur- oder Kulturraum gebietstypisch und ökologisch sinnvoll. Sie orientiert sich in diesem Rahmen vorrangig an der Art und Funktion des beeinträchtigten Objekts. Der zeitlichen Lücke zwischen Eingriff und Funktionsfähigkeit des Ersatzes ist Rechnung zu tragen.

Extensiv gepflegt, extensiv → Extensivierung

genutzt

Extensivierung Verringerung des Einsatzes von ertragsfördernden Betriebsmitteln

(z. B. Dünger, Pflanzenschutzmittel) bzw. Herabsetzung der Nutzungsintensität (z. B. Viehbesatz pro ha) und/oder Arbeit je Flächeneinheit.

Fauna Tierwelt

Fischgängigkeit Ein Fliessgewässer ist fischgängig, wenn den Fischen die Möglich-

keit geboten wird, im Rahmen der Fischwanderung Hindernisse (Stauwehre oder Wasserfälle) zu überwinden.

Flora Pflanzenwelt

Gebietsfremde Arten Arten, die nach der Entdeckung Amerikas 1492 auch ausserhalb

ihres natürlichen Verbreitungsbereichs auftreten. → Invasive gebietsfremde Arten

Gefährdete Art Art, die aufgrund massgebender Kriterien für ihr Überleben (z. B.

IUCN 2001, 2003) mit einem Aussterberisiko behaftet ist. → Rote Listen

Gene Informationseinheiten innerhalb der Erbinformation (DNA), welche

Informationen für die Vererbung von Merkmalen eines Organismus enthalten.

Genetische Ressource Genetisches Material von tatsächlichem oder potenziellem Wert.

Genetisches Material ist jedes Material pflanzlichen, tierischen,

mikrobiellen oder sonstigen Ursprungs, das funktionale Erbeinheiten enthält.

Genetische Vielfalt Vielfalt innerhalb der Arten und somit die genetische Variabilität

zwischen Individuen und Populationen der gleichen Art. Genetische Vielfalt und Austausch zwischen Individuen ist die Grundlage für die Entstehung und Anpassungsfähigkeit der Arten (Evolution). → Biodiversität, → Artenvielfalt

Geoinformationssystem (GIS) Informationssystem zur Erfassung, Bearbeitung, Organisation,

Analyse und Präsentation geografischer Daten. Ein Geoinformationssystem umfasst die dazu benötigte Hard- und Software sowie Daten und Anwendungen.

Geothermie Die im zugänglichen Teil der Erdkruste gespeicherte Wärme. Diese

Erdwärme wird als regenerative Energiequelle genutzt.

Habitatspezialisten Arten, welche auf bestimmte Lebensräume für ihr Überleben ange-

wiesen sind (z. B. auf Moore, Quellen, Tümpel).

Hormonaktive Substanzen Nicht körpereigene Stoffe, die aufgrund ihrer Struktur und Wir-

kungsweise auf Lebewesen ähnlich wirken wie Hormone oder ihren Hormonhaushalt beeinflussen. Diese Stoffe sind schon in sehr geringen Mengen enorm wirksam.

Hybridisierung Kreuzung genetisch unterschiedlicher Unterarten, Arten oder Gat-

tungen.

Integrationsprinzip Umweltpolitik kann nur dann effektiv sein, wenn ihre Belange auch

im Rahmen anderer Politiken (Verkehr, Aussenwirtschaft, Energie usw.) mitbedacht und mitberücksichtigt werden.

Invasive gebietsfremde Arten Arten, die absichtlich oder unabsichtlich in Gebiete ausserhalb ihres

natürlichen Lebensraums eingeführt werden und dort in der Lage sind, sich zu etablieren und einheimische Arten zu verdrängen. Sie haben unerwünschte Auswirkungen auf andere Arten, Lebensgemeinschaften oder Lebensräume und können auch ökonomische oder gesundheitliche Probleme verursachen oder Krankheiten übertragen. Invasive gebietsfremde Arten zeichnen sich durch ein effizientes Ausbreitungsvermögen sowie durch eine sehr hohe Anpassungsfähigkeit und Konkurrenzstärke aus. In neuen Lebensräumen haben sie oft wenige natürliche Feinde. → Gebietsfremde Arten