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Vernehmlassung 2011/70: Strategie Biodiversität Schweiz · 76 Seiten

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Strategie Biodiversität Schweiz BAFU 2011

Landschaft. Es zeigt anhand detaillierter Karten ökologische Vorranggebiete und deren Vernetzungsachsen.

Resilienz Fähigkeit eines Ökosystems, Störungen zu tolerieren, ohne dass

das System so zusammenbricht, dass sich langfristig ein qualitativ veränderter Systemzustand einstellt.

Ressourcen Vorräte materieller und ideeller Art, die in der Regel nur im begrenz-

ten Umfang vorhanden sind. Natürliche Ressourcen werden als Naturgüter bezeichnet.

Revitalisierung Eine Form der → Renaturierung. Massnahmen (z. B. Rückbau von

Verbauungen) zur Wiederherstellung der dynamischen Prozesse des Wasser- und Sedimenthaushaltes in beeinträchtigtem Auengebiet.

Rote Listen Rote Listen zeigen die momentane Gefährdungskategorie einheimi-

scher Pilz-, Pflanzen- und Tierarten. Die Roten Listen werden anhand von international verbindlichen, objektiv nachvollziehbaren Kriterien durch Fachleute erstellt. Sie dienen als Grundlage für den Naturschutz und geben einen Überblick über den Wandel der Artenvielfalt und ihre Gefährdungssituation. Rote Listen sind ein Rechtsinstrument des Naturschutzes. Bei Eingriffen in die Natur muss auf Rote-Listen-Arten Rücksicht genommen werden.

Sachplan Fruchtfolgeflächen Fruchtfolgeflächen sind Teil der für die Landwirtschaft geeigneten

Flächen. Sie umfassen ackerfähiges Kulturland, vorab Ackerland und die Kunstwiesen in Rotation sowie ackerfähige Naturwiesen. Der Sachplan Fruchtfolgeflächen trat 1992 in Kraft und soll bestgeeignetes Landwirtschaftsland vor Überbauung schützen und die langfristige Versorgung sichern.

Schutzgebiet Ein geographisch festgelegtes Gebiet, das im Hinblick auf die

Verwirklichung bestimmter Erhaltungsziele ausgewiesen und gesichert ist und einem biodiversitätsspezifischen Management unterliegt.

Sektorale Umweltziele Projekt des Bundesamtes für Umwelt, in welchem in Zusammenar-

beit mit relevanten Sektoren Umweltziele festgelegt werden.

Smaragdnetzwerk Europaweites Netzwerk von Schutzgebieten zur Erhaltung der

gefährdeten Arten und Lebensräume von europäischer Bedeutung. Basis ist die Berner Konvention des Europarates. → Natura 2000

Sorte Eine Gruppe von Individuen einer Pflanzenart, die sich in manchen

Merkmalen von einer anderen Gruppe derselben Art unterscheidet. → Rasse, → Unterart

Sukzession Das natürliche Aufeinanderfolgen von Pflanzengesellschaften bzw.

Vegetationsphasen: Grasphase – Staudenphase – Strauchphase – Baumphase.

Terrestrisch Am Land lebend oder wachsend.

Toxisch Giftig

Trockenwiese/-weide Trockene, nährstoffarme und artenreiche Wiesen und Weiden. Sie

werden regelmässig zur Heugewinnung gemäht, kommen aber natürlicherweise auch in Auen oder in den Felsensteppen der Inneralpen vor. Teilweise werden sie zusätzlich im Herbst beweidet. Ohne Nutzung stünde auf diesen Flächen in Mitteleuropa meist Wald.

Typische Art Für einen bestimmten Lebensraum repräsentative Art. Solche Arten

kommen in diesem Lebensraum stetig vor und sind Teil der räumlichen Abgrenzungskriterien.

Umwelt Ein sehr allgemeiner Begriff, der verwendet wird, um sich auf alles

ausserhalb eines bestimmten Referenzpunktes – gewöhnlich eines Organismus – zu beziehen, was auf diesen einwirkt.

Unbelebte Umwelt Gesamtheit aller Umweltfaktoren, an denen keine Lebewesen

beteiligt sind. Diese umfassen unter anderem Klima, Atmosphäre, Gestein, Wasser, Wärme, Temperatur und Licht.

Unterart Systematische Einheit, in der innerhalb einer Tier- oder Pflanzenart

Individuen aus einer bestimmten Region mit auffallend ähnlichen Merkmalen zusammengefasst werden. → Rasse, → Sorte

Vernetzung Unter Vernetzung ist nicht nur die Schaffung von einigen Vernet-

zungsachsen für einige grosse Wildsäuger zu verstehen, sondern