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Vernehmlassung 2012/109: Ausführungsbestimmungen zur Agrarpolitik 2014-2017 · 378 Seiten

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Anhörung Direktzahlungsverordnung

lungsinstrumente angepasst werden. Diese Arbeiten erfolgen im Rahmen der ordentlichen Wartungen. Die Umstellung auf georeferenzierte Daten löst einen zusätzlichen Ressourcenbedarf aus, um die entsprechenden System anzupassen.

2.4.2 Kantone

Für die Kantone wird der Vollzug der Landschaftsqualitäts-, Biodiversitäts- und Produktionssystembeiträge (graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion) einen personellen Mehraufwand zur Folge haben. Einen Minderaufwand gibt es bei der Vernetzung von Biodiversitätsflächen und bei den Ressourceneffizienzbeiträgen. Entlastend wirkt ausserdem die Aufhebung des Vertragszwangs bei Hofdüngerabgaben. Insgesamt haben die Änderungen infolge des weiter entwickelten Direktzahlungssystems für die Kantone einen zeitlich befristeten personellen Mehraufwand zur Folge. Langfristig dürfte dieser Mehraufwand wieder durch effizientere Vollzugsinstrumente kompensiert werden.

Gesamthaft haben die Änderungen zu Beginn der Umsetzung im Jahre 2014 eine finanzielle Entlastung der Kantone zur Folge, dies insbesondere wegen der Übernahme der heute kantonal kofinanzierten Beiträge für die biologische Qualität durch den Bund und des tieferen Anteils bei den kofinanzierung Massnahmen (Landschaftsqualitäts- und Vernetzungsbeitrag). Mit der erwarteten zunehmenden Beteiligung bei dem kofinanzierten Landschaftsqualitätsbeitrag steigt voraussichtlich im Verlauf der Zeit der finanzielle Aufwand der Kantone wieder das heutige Niveau.

Die kantonalen Informatiksysteme zur Erfassung und Pflege von Daten im Bereich Direktzahlungen müssen angepasst werden. Aufwände entstehen für einzelne Kantone auch durch die Umstellung auf georeferenzierte Daten. Ferner müssen Schnittstellen zu anderen Anwendungen in den Kantonen und zu den Agrarinformationssystemen des Bundes angepasst werden, was im Rahmen ordentlicher Wartungen erfolgen kann.

2.4.3 Volkswirtschaft

Die Auswirkungen auf die Landwirtschaft wurden von der ART mit den dynamischen Angebotsmodellen Sektorales Informations- und Prognosesystem (SILAS) und SWISSland sowie einem Marktmodell berechnet. Die ART hat damit die Auswirkungen sektoral und einzelbetrieblich analysiert. Sie hat dazu zwei Szenarien gebildet: Das erste Szenario ist die Weiterführung der bisherigen Agrarpolitik (Referenz) und das zweite die AP 14-17. Die Direktzahlungen sind bei diesen Berechnungen wesentliche Elemente, jedoch nicht alleine bestimmend.

Der Produktionswert des Sektors Landwirtschaft beträgt in beiden Szenarien im Jahre 2017 rund 9,6 Mia. Franken. Aufgrund der geringeren Kosten weist das Szenario AP 14-17 ein um 110 Mio. Franken höheres Sektoreinkommen auf. Einzelbetrieblich steigen die Einkommen mit AP 14-17 stärker als in der Referenz. Am stärksten ist der Anstieg im Bergebiet mit geschätzten 11 %.

Das weiterentwickelte Direktzahlungssystem führt für bestimmte Betriebe zu zusätzlichem administrativem Aufwand, wenn sie bei neuen Beitragstypen teilnehmen, zum Beispiel für Aufzeichnungen im Programm graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion. Bei der Landschaftsqualität können Synergien mit bestehenden Programmen genutzt werden, zum Beispiel mit der Vernetzung. Vereinfachungen im Bereich der Vernetzung bei den Biodiversitätsflächen, dem Pflanzenschutz und Harmonisierungen im Vollzug wirken demgegenüber entlastend. Ferner wird mit dem Ausbau der elektronischen Datenverwaltung der Erfassungsaufwand für die Landwirtinnen und Landwirte gegenüber heute reduziert.

Der Hauptnutzen des weiter entwickelten Direktzahlungssystems für die Konsumentinnen und Konsumenten besteht darin, dass viel klarer wird, welche gemeinwirtschaftlichen Leistungen erbracht werden.

2.4.4 Entwicklung der Nachhaltigkeit

Die Änderungen haben Auswirkungen auf die Entwicklung der Nachhaltigkeit. Im Bereich der Ökonomie ist zu erwarten, dass sich die Arbeitsproduktivität im bisherigen Ausmass verbessert. Weiter ist mit den zielgerichteten Instrumenten bei den Direktzahlungen (Versorgungssicherheitsbeiträge) auch eine Produktionszunahme verbunden, ohne dass die Kosten überproportional zunehmen. Mit Biodiversitätsbeiträgen wird die ökologische Nachhaltigkeit gestärkt. Einerseits ist eine leichte Zunahme