Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2012/80: Vertrag zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Bundesrepublik Deutschland über die Auswirkungen des Betriebs des Flughafens Zürich auf das Hoheitsgebiet der Bundesrepublik Deutschland · 16 Seiten

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Nach 20 bzw. 21 Uhr bis Betriebsende – und ausserdem, wenn der Rückenwind für Landungen auf Piste 14 zu stark ist – wird auf das Ostanflugkonzept zurückgegriffen. Dabei wird auf Piste 28 gelandet und nach Norden, unter gewissen Umständen auch nach Westen, gestartet. Der Betrieb gestaltet sich relativ komplex, da die An- und Abflugrouten nicht sauber entflochten sind und die Piste 28 nur 2 500 Meter lang ist. Diese Länge ist für grössere Flugzeugtypen unter normalen Bedingungen noch ausreichend. Bereits bei bestimmten besonderen Wetterbedingungen ist das aber nicht mehr der Fall. Ausserdem ist die Hindernissituation nicht optimal, weshalb ihre Benützbarkeit von relativ guten Sichtverhältnissen abhängt.

Lärmmässig weist dieses Konzept Vorteile auf, insbesondere, weil nicht über den dicht besiedelten Süden gestartet werden muss. Das Ostanflugkonzept lässt sich durch eine Verlängerung von Piste 28 nach Westen und 32 nach Norden, einen Ausbau des Rollwegsystems und eine Entflechtung der An- und Abflugrouten noch erheblich verbessern. Es wird dann eine ähnliche Kapazität aufweisen wie das Nordanflugkonzept und auch robuster, d. h., unter fast allen Bedingungen anwendbar sein.

Skizze 3: Ostanflugkonzept

Zwischen 6 und 7 bzw. an Wochenenden sowie an Feiertagen bis 9 Uhr, und wenn während der deutschen Sperrzeiten am Abend Anflüge von Osten aus meteorologischen Gründen nicht möglich sind, wird der Flughafen mit dem Südanflugkonzept betrieben. Dieses weist eine um etwa 20 Prozent tiefere Kapazität auf, da keine voneinander unabhängigen Start- und Landepisten bestehen. Vorteilhaft ist, dass dabei auf Piste 34 gelandet wird, die eine verfügbare Landestrecke von 3 300 Metern aufweist und auch bei relativ schlechten Sichtbedingungen angeflogen werden kann. Der Endanflug von Süden führt aber über sehr dicht besiedelte Gegenden.

Skizze 4: Südanflugkonzept Seite 11/16