Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2012/93: Beiträge des Bundes an die Olympischen Winterspiele Schweiz 2022 · 52 Seiten

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logistischen Gründen an ihre Grenzen bringen würde. Dies bedingt im Falle eines Zuschlags eine frühzeitige Abstimmung und Planung.

1.8.8 Paralympics

Die Paralympics sind der grösste Sportanlass für Athletinnen und Athleten mit einer Körper- oder Sehbehinderung. Die ersten offiziellen Paralympics fanden 1960 in Rom statt. Seit 1988 besteht eine Vereinbarung zwischen dem IOC und dem International Paralympic Committee (IPC), dass die Host City im Anschluss an die olympischen Spiele auch die Paralympics beherbergt. So haben beispielsweise rund zwei Wochen nach den olympischen Spielen im März 2010 in Vancouver die Paralympics stattgefunden. In den Sportarten Biathlon, Curling, Schlitteneishockey, Ski alpin und Ski nordisch haben sich 44 Nationen mit rund 1 350 Athletinnen und Athleten, Guides, Trainern und Offiziellen an zehn Tagen im sportlichen Wettkampf gemessen. Rund 1 500 Medienvertreterinnen und -vertreter aus aller Welt haben über die Paralympics 2010 berichtet, die von 230 000 Zuschauern vor Ort und von rund 1,6 Milliarden Zuschauern am Fernsehen verfolgt wurden. 6 100 Voluntari haben bei der Durchführung der Paralympics in Vancouver mitgeholfen.

Anlässlich der olympischen Sommerspiele London 2012 setzten die Paralympics sowohl zuschauermässig wie auch im Hinblick auf die Stimmung anlässlich der Wettkämpfe neue Massstäbe. Mit einer geeigneten Inszenierung können die Spiele für Menschen mit einer Körper- oder Sehbehinderung zu einem grossen Fest werden und gleichzeitig zu einer besseren Sensibilisierung des Themas Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen beitragen.

Im Vergleich zu olympischen Winterspielen ist der Aufwand für deren Durchführung bedeutend kleiner. Aus der Perspektive der Machbarkeit stellen sie daher nur eine unwesentliche Mehrbelastung dar. Grundsätzlich gelten auch für die Paralympics die Vorgaben des IOC. Die Abklärungen, welche im Auftrag des Vereins Olympische Winterspiele Graubünden 2022 durchgeführt wurden, umfassen auch die notwendigen Erkenntnisse für die Paralympics.

Im Rahmen der weiteren Arbeiten wird zu prüfen sein, ob aus Gründen der Nachhaltigkeit und aus Kostenüberlegungen alle Sportarten und Disziplinen der Paralympics an einem Austragungsort durchgeführt werden können. Organisatorisch scheint eine solche Lösung auch aus Sicht des paralympischen Komitees sowohl für die Teilnehmer als auch die Organisatoren Vorteile zu haben.

1.9 Nachhaltigkeit, Innovation und Vermächtnis (NIV)

1.9.1 Nachhaltigkeit als Grundvoraussetzung

Die Kandidatur der Schweiz für die Austragung der olympischen Winterspiele 2022 ist ein Bekenntnis zur Nachhaltigkeit. Grundlage bildet ein umfassendes Nachhaltigkeitskonzept. Die Durchführung der Spiele soll höchsten Standards entsprechen. Dem entspricht das Ziel, unerwünschte ökologische Auswirkungen möglichst tief zu halten und wenn möglich zu kompensieren (insbesondere im Klimabereich) sowie einen optimalen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Nutzen zu realisieren. Dazu