Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2012/93: Beiträge des Bundes an die Olympischen Winterspiele Schweiz 2022 · 52 Seiten
Fedlex · Erläuternder Bericht · Seite 40Fedlex · Erläuternder Bericht
Acer, Omega, McDonalds, VISA). Das Organisationskomitee der olympischen Spiele partizipiert an diesen Einnahmen.
Weitere Einnahmen generiert das nationale Sponsoringprogramm. Da aufgrund des Top-Sponsoring-Programmes des IOC für nationale Sponsoren enge Restriktionen bestehen, wurden entsprechende Einnahmen konservativ geschätzt. Dennoch scheinen die Voraussetzungen für ein nationales Sponsoring-Programm gegeben, da ein steigendes Interesse an den „olympischen Marken“ zu erkennen ist. Neben der FIFA-Fussballweltmeisterschaft und den olympischen Sommerspielen sind die olympischen Winterspiele eine der attraktivsten und beliebtesten Sponsoring-Plattformen.
Den Einnahmen aus dem Ticketverkauf liegt die Annahme zugrunde, dass ein möglichst hoher Auslastungsgrad der verfügbaren Zuschauerkapazitäten unter Einhaltung eines fairen Preisniveaus erreicht wird. Bei den Lizenzeinnahmen wird davon ausgegangen, dass ein breites Sortiment an lizenzierten Produkten (z.B. olympische Maskottchen, Briefmarken, Münzen) zum Verkauf steht.
Die Lotterieeinnahmen werden in der Schweiz unter anderem für die Förderung des Breitensports eingesetzt. Ein Drittel der Spielerträge wird den Kantonen jährlich für gemeinnützige Zwecke ausgeschüttet. Vor diesem Hintergrund wird darauf verzichtet, Lotterieeinnahmen zu generieren.
Der Spendeneingang ist schwierig zu prognostizieren. Als Merkposition werden Einnahmen in der Höhe von 4 Millionen Franken veranschlagt.
Im Rahmen der aktuellen Planung ist vorgesehen, dass Bauten, die nur während den olympischen und paralympischen Spielen genutzt werden, für 142 Millionen Franken wieder veräussert werden. Eine Position, die angesichts der Konzeptänderung im Bereich Olympia-Dorf Davos (Reduktion Temporärbauten) voraussichtlich nach unten zu korrigieren ist.
In der Rubrik sonstige Einnahmen (189 Millionen Franken) sind unter anderem Einnahmen aus den paralympischen Winterspielen, dem Fackellauf, den Testevents, den Parkplatzgebühren und dem Betrieb von Besuchertransportbussen enthalten.
Finanzierungslücke
Aufgrund des heute verfügbaren Expertenwissens und der darauf beruhenden vorläufigen Schätzungen besteht voraussichtlich eine Finanzierungslücke (Defizit) von 1,3 Milliarden Franken. Der Bundesrat wird der Bundesversammlung beantragen, dass der Bund im Bereich des OCOG-Budgets eine Defizitgarantie in der Höhe von 1 Milliarde Franken leistet. Im Hinblick auf die Erstellung des Bid Book stehen daher die Prüfung und Realisierung von substantiellen Ausgabenreduktionen im Vordergrund. Dabei wird erwartet, dass die Träger einer Kandidatur bereits vor der Eingabe der Kandidatur prüfen, inwieweit eine private Mitfinanzierung der Durchführungskosten möglich ist. Mit einer frühzeitigen Einbindung der privaten Hand (u.a. mit PPP-Projekten) für die Finanzierung des Projekts (v.a. Infrastrukturmassnahmen) ist sicherzustellen, dass eine allfällige Finanzierungslücke möglichst klein ausfällt.