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Vernehmlassung 2012/94: Bundesbeschluss über das zweite Programm zur Beseitigung von Engpässen im Nationalstrassennetz und über die Freigabe der Mittel · 11 Seiten

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halb in zwei Gruppen geteilt werden, solche die finanziert, und solche, die nicht finanziert werden sollen.

- Einige wenige Konsultierte wollen den Finanzierungsvorschlag des Bundesrates abwar-

ten und verweisen auf den Strasseninfrastrukturfonds und das strategische Entwicklungsprogramm.

- Die SP und die strassenskeptischen Institutionen und Verbände sind der Auffassung,

dass mehr Mittel für die Agglomerationsprogramme und nicht für die Engpassbeseitigung beantragt werden sollten.

- Die strassenfreundlichen Verbände und Institutionen weisen darauf hin, dass ohne Quer-

subventionierung der Schiene genügend finanzielle Mittel für die Strasse vorhanden wären.

- Die Region Bern schlägt vor, dass finanzielle Mittel vor allem dort investiert werden sol-

len, wo durch die Engpassbeseitigung gleichzeitig Siedlungsqualität geschaffen wird.

3.3.4. Weitere Bemerkungen

- Die Region Bern weist darauf hin, wie wichtig die ergänzenden Verkehrsmanagement-

Massnahmen sind. Sie wünscht eine Beteiligung des Bundes an den dafür nötigen baulichen Massnahmen auf dem untergeordneten Strassennetz.

- Die Region Bern wünscht, dass ein Zubringer Zollikofen und der Anschluss Grauholz zum Eng-

passbeseitigungsprojekt gehören.

- Die Gemeinde Lausanne erinnert an die Wichtigkeit des Anschlusses Blécherette, dessen Rea-

lisierung die Entwicklung Lausanne Nord-Ost erlaubt.

- Einige der Konsultierten weisen darauf hin, dass der Blick auf das Gesamte nicht aus Augen

verloren werden dürfe. Sie schlagen vor, einen Prozess zu definieren, in dem Projekte als Einheit abgehandelt würden.

- Strassenskeptische Verbände und Institutionen befürchten, dass mehr Strassen, mehr Verkehr

und damit Zersiedelung bedeuten. Dies würde einer Reduktion der CO2-Emission entgegenstehen. Sie sind der Auffassung, dass neue Technologien in der Autoindustrie automatisch eine Verflüssigung des Verkehrs bewirken werden. Dadurch würden die Kapazitäten der Infrastrukturen erhöht, ohne dass diese ausgebaut werden müssten.

- Einige Konsultierte weisen auf die hohe Bedeutung einer Koordination der verschiedenen Fi-

nanzierungsgefässe hin: Diese seien nicht gegeneinander auszuspielen. Eine Weiterfinanzierung des Schienenverkehrs durch den Strassenverkehr sei kritisch zu hinterfragen.

- Einige Konsultierte weisen darauf hin, dass die Vorlage erst ein Anfang sei, um die über Jahre

vernachlässigten Investitionen in die Strasseninfrastruktur an die aktuellen und künftigen Bedürfnisse anzupassen.

8/11 Bundesbeschluss über das zweite Programm zur Beseitigung von Engpässen im Nationalstrassennetz und über die Freigabe der Mittel; Ergebnisbericht über die Vernehmlassung