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Vernehmlassung 2013/113: Botschaft zur Förderung der Kultur in den Jahren 2016-2019 (Kulturbotschaft) · 127 Seiten

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An die Nachwuchsförderung schliesst die Förderung des künstlerischen Werkschaffens an. Diese trägt in Ergänzung zur kantonalen und kommunalen Förderung dazu bei, dass eine Vielfalt an qualitativ hochstehenden Werken entsteht, die anschliessend im In- und Ausland verbreitet werden können. Bisher richtet Pro Helvetia Werkbeiträge in den Bereichen Musik, Literatur, Tanz, Theater und Interdisziplinäres/digitale Medien aus. Ab 2016 soll dieses grundlegende Förderinstrument auf die visuellen Künste (inkl. Fotografie) ausgeweitet werden. Damit schliesst die Stiftung eine wichtige Lücke im Fördersystem.

Erforderliche Zusatzmittel

Um für den Nachwuchs über alle Sparten hinweg die Anknüpfung an die nachfolgenden Laufbahnschritte sicherstellen zu können, müssen die aktuellen Massnahmen ergänzt und zu einer systematischen Nachwuchsförderung weiterentwickelt werden. Zudem wird das Förderinstrument der Werkbeiträge auch in der Sparte visuelle Kunst (inkl. Fotografie) eingeführt. Dazu bedarf die Stiftung folgender Zusatzmittel:

– Etablierung einer systematischen Nachwuchsförderung : 500 000 Franken pro Jahr;

– Einführung Werkförderung visuelle Kunst: 500 000 Franken pro Jahr.

Stärkung der Kohäsion im Inland

Der Kulturaustausch im Inland stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Dieser Gedanke leitete den Bundesrat bereits 1939, als er Pro Helvetia ins Leben rief und gehört heute gemäss Kulturförderungsgesetz zu ihren Kernaufgaben.

Vor dem Hintergrund zunehmender gesellschaftlicher Unterschiede (Stadt/Peripherie/Land, jung/alt, bildungsnah/-fern), ist es heute mehr denn je von Bedeutung, den Austausch zwischen den verschiedenen sprachlichen und kulturellen Gruppen zu intensivieren und so den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Zentral sind daher Austauschprojekte wie Ausstellungen, Theater- und Tanzaufführungen, Festivals, Konzertreihen, Übersetzungen oder Anlässe der Volkskultur. Sie bauen Brücken zwischen kulturellen, sprachlichen und gesellschaftlichen Gruppen und ermöglichen Begegnungen von Akteuren unterschiedlichster Herkunft. Dazu gehören auch innovative Vorhaben, die gesellschaftlich relevante Fragen aufgreifen und geeignet sind, kulturelle Impulse zu setzen und so zur Weiterentwicklung der Schweizer Kulturlandschaft beizutragen.

Zur Stärkung der Kohäsion im Inland sieht Pro Helvetia folgende Massnahmen vor:

– Förderung des kulturellen Austauschs im Inland: Neben der Intensivierung der Zusammenarbeit und des Austauschs zwischen Kulturschaffenden aus verschiedenen Sprachregionen soll auch der Zusammenhalt zwischen gesellschaftlichen, sprachlichen und kulturellen Gruppen gestärkt werden. Dazu sieht die Stiftung zwei Achsen vor: Zum einen sollen national und international ausstrahlende Schweizer Veranstalter und Festivals – insbesondere in peripheren Regionen – künftig verstärkt darin unterstützt werden, vermehrt auch wichtige Schweizer Kulturschaffende in ihre Programmation aufzunehmen und so zu einem besseren gegenseitigen Verständnis der Kulturen und zur Stärkung des kulturellen Selbstverständnisses beitragen. Zum anderen wird sich die Stiftung mit den Herausforderungen einer sich dynamisch verändernden interkulturellen Gesellschaft und deren Auswirkungen auf die künstlerische Produktion sowie auf die Verbreitung und Rezeption durchs Publikum auseinandersetzen. Auf beiden Achsen wird die Stiftung eng mit interessierten Kantonen und Städten zusammenarbeiten.