Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2013/113: Botschaft zur Förderung der Kultur in den Jahren 2016-2019 (Kulturbotschaft) · 40 Seiten
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- Verschiedene Kantone und die EDK erachten die Aussage, wonach die Urbanisierung das kultu-
relle Angebot in ländlichen Gebieten gefährdet, als zu pauschal oder als unzutreffend:
AG, AI, AR, BL, BS, EDK, GR, JU, LU, NW, OW, SG, SH, SZ, UR, VS, ZG, ZH
- Nach Ansicht verschiedener Teilnehmer sollten die Aussagen zur Digitalisierung mit dem Bericht
des Bundesrates von 2008 zur «Memopolitik» verknüpft werden:
AG, BE, BS, SO, VS
- Der Kanton Genf weist darauf hin, dass die strategische Handlungsachse der kulturellen Teilhabe
nicht dazu führen darf, dass in der Kulturpolitik soziale Aspekte die künstlerischen Werten verdrängen.
- Einzelne Teilnehmer sehen in der Vermischung der drei Bereich Kultur, Innovation und Wirtschaft
eine Gefahr für die Unabhängigkeit der Kulturförderung:
BS, HSLU, TI, SH
- Der SHS hätte sich eine noch tiefere Auseinandersetzung mit den Megatrends und ihren spezifi-
schen Herausforderungen in einzelnen Kulturbereichen gewünscht.
- Die IGV macht geltend, die Risiken der Megatrends würden gegenüber den Chancen zu stark
hervorgehoben.
- Die Schweizerische UNESCO-Kommission vermisst den expliziten Bezug auf den Kulturbegriff
der UNESCO, wie er in der Kulturbotschaft 2012–2015 hergestellt wurde.
4.2 Kernthema 2: Aufbau und Struktur
Inhalt des Kernthemas: Die erste Kulturbotschaft für die Jahre 2012-2015 basierte auf einer institutionenbezogenen Sichtweise: Es wurde für die verschiedenen Kulturakteure des Bundes jeweils dargestellt, welche Herausforderungen sich stellen und mit welchen Zielen und Massnahmen darauf geantwortet werden soll. Der Vernehmlassungsentwurf der Kulturbotschaft 2016-2019 folgt einem anderen Aufbau und einer neuen Struktur: Abgeleitet aus den Megatrends, Herausforderungen und Handlungsachsen (vgl. Kernthema 1) werden zunächst institutionenübergreifend die erforderlichen Massnahmen in den einzelnen Kultursparten (z. B. Visuelle Künste) definiert. Erst in einem zweiten Schritt wird dargelegt, welche Kulturakteure des Bundes die erforderlichen Massnahmen umsetzen.
Grundsätzliche Zustimmung Grosse Vorbehalte Ablehnung
Kantone AI, AR, BL, BS, GR, LU, SG, SH, SO,
TG, VD, SZ, VS, ZG
Politische Parteien CVP
Wirtschaftsverbände
Dachverbände der Ge- SSV
meinden, Städte und Berg-
gebiete
Interessierte Kreise und AGVK, CinéS, Cultura, DS, EDK, FS, IGV
Organisationen KSD, reso, VHS
Zahlreiche Teilnehmer bezeichnen Struktur und Aufbau der Kulturbotschaft als gelungen. Positiv vermerkt wird insbesondere:
- die verständliche und kulturnahe Sprache (u. a. BS);
- der klare Aufbau und die gute Gliederung (u. a. AGVK, Cultura, FS, SSV, TG, VHS);
- die nachvollziehbare Argumentationskette (u. a. Cultura);
Insgesamt werden Analyse, Aufbau und Struktur des Vernehmlassungsentwurfs von vielen Teilnehmern als ausgezeichnete Diskussionsgrundlage (u. a. DS, FS, reso, sta) erachtet.
Der IGV hält Aufbau und Struktur des Vernehmlassungsentwurfs dagegen für unübersichtlich.