Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2013/56: Revision des Umweltschutzgesetzes (USG) als indirekter Gegenvorschlag zur Volksinitiative «Für eine nachhaltige und ressourceneffiziente Wirtschaft (Grüne Wirtschaft)» · 64 Seiten

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1.1.3 Globaler Druck auf die natürlichen Ressourcen

Die letzten Jahrzehnte waren von einem starken globalen Wirtschaftswachstum gekennzeichnet. Seit 1990 hat sich die Wirtschaftsleistung der Weltwirtschaft nahezu verdoppelt. Im gleichen Zeitraum haben die globalen CO2-Emissionen und der Rohstoffabbau um rund 40 Prozent zugenommen. Das Volumen der Weltwirtschaft wird den Perspektiven der OECD1 und der Weltbank2 zufolge bis 2050 um rund das Vierfache zunehmen, was mit einem Anstieg des Bedarfs an natürlichen Ressourcen einhergehen wird.

Auch die Bevölkerungszunahme ist ein wichtiger Treiber für den stetig steigenden Ressourcenverbrauch: Gegenüber 1990 ist die Weltbevölkerung bis 2010 um 30 Prozent angewachsen. Bis 2050 wird sie von heute 7 Milliarden auf voraussichtlich über 9 Milliarden Menschen steigen.

Die Folge des Wirtschaftswachstums und der Bevölkerungszunahme ist ein zunehmender Druck auf die natürlichen Ressourcen. Der Verbrauch übersteigt heute zum Teil deutlich die natürliche Belastbarkeitsgrenze und Regenerationsfähigkeit der Erde.3 Die UNEP4 prognostiziert, dass sich der globale Abbau von Ressourcen bei den heutigen Konsummustern der Industriestaaten und dem steigenden Pro-Kopf-Ressourcenverbrauch der Entwicklungsländer bis ins Jahr 2050 verdreifachen wird. Die OECD5 schätzt, dass es ohne Kurskorrektur zu destabilisierenden Klimaänderungen, massivem Artensterben, Wasserknappheiten und gesundheitlichen Schäden kommen wird.

Das World Business Council for Sustainable Development6 schätzt, dass vor diesem Hintergrund die globale Ressourceneffizienz bis 2050 um das Vier- bis Zehnfache erhöht werden müsste, um langfristig schwerwiegende Konsequenzen zu vermeiden.

Vor diesem Hintergrund und den massiven Herausforderungen, die sich für die Weltgemeinschaft stellen, wurden in den letzten Jahren auf internationaler Ebene diverse Initiativen und Strategien zur Grünen Wirtschaft erarbeitet und lanciert.

1 OECD (2012), OECD Environmental Outlook to 2050, The Consequences of Inaction, OECD Publishing, http://dx.doi.org/10.1787/9789264122246-en.

2 Weltbank (2012), World dataBank, Daten von 1990-2010, http://databank.worldbank.org (Abrufdatum: 14.06.2012).

3 Rockström J. et al. (2009), Planetary Boundaries: Exploring the Safe Operating Space for Humanity, Ecology and Society 14(2): 32.

4 UNEP (2011), Decoupling natural resource use and environmental impacts from economic growth, A Report of the Working Group on Decoupling to the International Resource Panel, http://www.unep.org/resourcepanel/Publications/Decoupling/tabid/56048/Default.aspx/.

5 OECD (2012), OECD Environmental Outlook to 2050, The Consequences of Inaction, OECD Publishing, http://dx.doi.org/10.1787/9789264122246-en.

6 WBCSD World Business Council for Sustainable Development (2010), Vision 2050, The new agenda for business, http://www.wbcsd.org/web/vision2050.htm.