Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2013/59: Änderung der Raumplanungsverordnung (inkl. Technische Richtlinien Bauzonen und Ergänzung des Leitfadens für die kantonale Richtplanung) · 50 Seiten
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Referenz/Aktenzeichen: N081-0034
2 Allgemeine Bemerkungen der Vernehmlasser
2.1 Generelle Haltung zur Vernehmlassungsvorlage
Wir sind mit der generellen Stossrichtung der Vorlage einverstanden (SG; KBNL, WRB)
bzw. mit den Vorlagen nur teilweise einverstanden (AI; FDP). Wir anerkennen, dass es keine einfache Aufgabe ist, die am 3. März 2013 angenommene RPG-Revision umzusetzen (CVP).
Wir lehnen die Vorlage ab (SVP; Economiesuisse; AQUA NOSTRA, FER, FRI, FSU, IGS, SIA, HEV SG, KGV, Prométerre). Die Vorlage ist zu überarbeiten im Sinne einer guten Zusammenarbeit zwischen den Kantonen und der Eidgenossenschaft (TI, VD; Gewerbe LU).
Die drei Instrumente (E-RPV, TRB und E-LRP) sind zu wenig auf einander abgestimmt (VS).
Es wird auf die verfassungsmässige Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen
verwiesen (AI, AR, BL, BS, FR, GL, GR, JU, LU, NE, NW, OW, SG, SH, SO, TG, TI, UR,
VD, VS, ZG; CVP, FDP, SVP; Gemeindeverband, SAB; Economiesuisse, sgv; Aqua Nostra, bauenschweiz, BPUK, Delémont, FER, FRI, FSU, Gastro Suisse, Gewerbe LU, IGS,
Prométerre, KPK, SBLV, SBMV, SIA, SLB, SVIT, UCV). Die Kompetenzen der Kantone werden zu wenig berücksichtigt (AR, BL, FR, GL, GR, JU, LU, NE, NW, SH, SO, TG, TI, UR, VD, VS, ZG; CVP, SVP; Gemeindeverband, SAB; Economiesuisse, sgv; Aqua Nostra,
bauenschweiz, BPUK, Delémont, Gastrosuisse, IGS, KPK, Prométerre, SBMV, SLB, SVIT, UCV), ebenso die Entscheidungsfreiheit der Gemeinden (Gemeindeverband, SAB). Der Einbezug der Kantone bzw. der BPUK bei den Vorarbeiten war ausgezeichnet (GE, GL, SH, TG, UR, ZG; BPUK) bzw. die Erarbeitung ist partnerschaftlich erfolgt (CVP). Wir bemängeln den fehlenden Einbezug der Wirtschaft in die Erarbeitung (Economiesuisse), den
Bedürfnissen der Wirtschaft muss besser Rechnung getragen werden (SVP; sgv;
bauenschweiz, IGS).
Das revidierte Raumplanungsgesetz wird von uns weiter unterstützt (BE, FR, GL, JU, NE, NW, OW, SH, TG, UR, ZG; FDP; Delémont, Gemeindeverband; BPUK, KPK) bzw. wurde von uns als – im Vergleich zur Landschaftsinitiative – kleineres Übel unterstützt (GR); es hat zum Ziel, die Zersiedelung und den Kulturlandverlust gezielt zu stoppen (FR, GL, NE, NW, SH, TG, UR, ZG; CVP; BPUK; AgorA). Der nun vorliegende Entwurf zur Umsetzung der Gesetzesbestimmungen läuft den Anliegen der Landschaftsinitiative zuwider (GPS) bzw. geht zu wenig weit, um die ambitionierten Ziele von Gesetzgeber und Stimmvolk zu
erreichen (HVCH, Pro Natura, SL, VCS, WWF).
Die geplanten Umsetzungsinstrumente werden dem revidierten Gesetz nicht gerecht (AI, GL, GR, JU, SG, SH, TG, UR, ZG; BPUK, Delémont, KPK). Die Regelung im Gesetz soll nicht zusätzlich verschärft werden (AI, FR, LU, NW, TI, VD; CP, FER). Der ausufernde Entwurf ist Ausdruck einer staatlichen Regulierungshysterie (SVP). Wir haben die grosse Sorge, dass die Raumplanung mit dem vorliegenden Entwurf noch technokratischer und noch statistiklastiger wird (FSU, IGS, SIA; Gastro Suisse, HEV, Stadt Zürich). Es ist
konsequent auf das Raumkonzept Schweiz abzustellen (ERR; fenaco, FSU Mittelland, Stadt Zürich, Swiss Beef, WRB). Der Begriff „Raumkonzept Schweiz“ ist in den normativen Texten sowie im „Leitfaden Richtplanung“ zu streichen (BBV, LOBAG). Die Umsetzungsinstrumente sind zu einseitig auf die Kontrolle durch den Bund ausgerichtet (FSU, IGS, SIA). Die
Umsetzung soll unter Nutzung der bestehenden Instrumente erfolgen (AG, AI, BL, GL, GR, JU, NW, SH, SZ, TG, UR, ZG; BPUK, Delémont, KPK). Es wäre wichtig zu wissen, was die Kosten und der Nutzen dieser neuen Berichterstattungs- und Genehmigungspflichten an den Bund sind (Economiesuisse).
Zu Recht hat die Richtplanung bei der Umsetzung einen hohen Stellenwert (GE, IRL). Sie muss griffiger werden (FSU, IGS, SIA).
Die Zweitwohnungsgesetzgebung und die Raumplanungsgesetzgebung dürfen sich nicht widersprechen (SPS).
4/50 412/2004-00920/41/22/10/N081-0034