Bericht NRP
Vernehmlassung 2014/40: Änderung der Verordnung über die Gewährung von Steuererleichterungen im Rahmen der Regionalpolitik · 53 Seiten
Fedlex · Erläuternder Bericht · Seite 15Fedlex · Erläuternder Bericht
Credit Suisse Economic Research
Angesichts der Tatsache, dass die Auswahl 1 und 3 (Grundperimeter ohne suburbane Räume) bereits verworfen wurde, werden in der Folge die jeweiligen Vorteile der Auswahl 2 und 4 verglichen. Die beiden Auswahlvarianten unterscheiden sich einzig in der Gemeindekategorie "weitere Zentren im ländlichen Raum". Die Betrachtung untersucht daher die Vor- und Nachteile des Einschlusses dieser Gemeinden.
Abbildung 9
Vor- und Nachteile der Auswahlvarianten 2 und 4
Unterschied: Auswahl 4 schliesst die "weiteren Zentren im ländlichen Raum" ein, Auswahl 2 nicht
Vorteile Auswahl 2 (Ausschluss "weitere Zentren") Vorteile Auswahl 4 (Einschluss "weitere Zentren")
Definition der - Fokus auf vom ARE eindeutig und gemäss Kriterienkatalog statis- - ARE-Definition der Zentren fokussiert stark auf die Grösse der Zentren tisch eindeutig definierbare Zentren. (Die "weiteren Zentren" werden Gemeinden (Einwohner, Beschäftigte). Zentralität kann jedoch auch
im Raumkonzept Schweiz nicht näher definiert.) anders definiert werden, etwa aufgrund der Einzugswirkung, der Rolle als Verkehrsknotenpunkt oder dem Angebot zentralörtlicher Dienstleistungen.
Raumordnungs- - Raumkonzept Schweiz gut repräsentiert. - Die relativ offene Definition der "weiteren Zentren" ermöglicht einen politik - Fokus auf klein- und mittelstädtische Zentren mit suburbanen Ge- gewissen Spielraum, um den Grundperimeter an die kantonalen
meinden Richtpläne anzupassen. Die Auswahl 4 weist daher einen höheren Deckungsgrad mit den kantonalen Richtplänen auf, ohne dass die Ziele des Raumkonzepts Schweiz verletzt werden.
- Die räumliche Verteilung der Gebiete zur wirtschaftlichen Intensivierung wird breiter gestreut.
Quelle: Credit Suisse
4.5 Vergleich des bisherigen Perimeters mit dem vorgeschlagenen Grundperimeter
Von den 2001 – 2012 verfügten Steuererleichterungen entfallen rund 76% auf Gebiete innerhalb der oben präsentierten Auswahl-Varianten (Abbildung 10). Den grössten Anteil haben darin die mittelstädtischen und kleinstädtischen Zentren sowie deren suburbane Räume. Nur ein geringer Anteil der unterstützen Projekte entfällt auf die ländlichen Zentren sowie die weiteren Zentren im ländlichen Raum. Dazu muss berücksichtigt werden, dass der Förderperimeter per 1.1.2008 in seiner Ausdehnung reduziert wurde. Eine Reihe von Projekten vor 2008 liegt in Gebieten, die der aktuellen Perimeter-Definition nicht mehr angehören.
Abbildung 10
Übersicht erstellte Verfügungen nach Raumkategorie 2001-2012
Anzahl, nach Standort der Unternehmung
zugehöriger zugehöriger Zentren suburbaner Total Zentren suburbaner Total Raum Raum
2001-2012 pro Jahr
Mittelstädtisch 92 31 123 7.7 2.6 10.3
Kleinstädtisch 87 46 133 7.3 3.8 11.1
Ländliche Zentren 25 n.v. 25 2.1 n.v. 2.1
Weitere Zentren im
34 n.v. 34 2.8 n.v. 2.8 ländlichen Raum
Total in NRP-Gebieten 238 77 315 19.8 6.4 26.3
Projekte in anderen Räumen
(z.B. in periurbanen oder 99 8.2 touristischen Gebieten)
Total Verfügungen 414 34.5
Quelle: SECO