Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2015/45: Bundesbeschluss über die finanziellen Mittel für die Landwirtschaft in den Jahren 2018-2021 · 58 Seiten
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Langfristige Perspektiven
Abbildung 2: Perspektivgebende Eckwerte für die Schweizer Land- und Ernäh-
rungswirtschaft
Durch eine gezielte Kommunikation dieser Eckwerte für die Akteure der Land- und Ernährungswirtschaft sollen Perspektiven aufgezeigt und Verständnis für die politischen Massnahmen geweckt werden, die den Weiterentwicklungsprozess in der Land- und Ernährungswirtschaft in die gewünschte Richtung erleichtern und unterstützen.
Einbettung
Die Land- und Ernährungswirtschaft mit den bäuerlichen Unternehmen ist ein wichtiger Teil der Schweizer Volkswirtschaft und des Ernährungssystems der Schweiz. Durch ihre Produktion leistet sie einen wesentlichen Beitrag zur Ernährungssicherheit der Schweiz. Wirtschaftlich ist sie besonders herausgefordert durch ein teures preisliches Umfeld auf der Beschaffungsseite sowie den Nachteilen von Grenzschutzmassnahmen auf der Absatzseite. Gleichzeitig finden die wirtschaftlichen Aktivitäten in Märkten statt, die zunehmend international vernetzt sind. Deshalb ist es wichtig, dass die Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft die Kundenbedürfnisse bezüglich Qualität, Sicherheit und Preis bestmöglich erfüllt und sich mit Alleinstellungsmerkmalen positioniert. Gleichzeitig müssen aber auch die Auswirkungen der Schweizer Agrarpolitik (Grenzschutz, Exportsubventionen) im Ausland, speziell in den Entwicklungsländern, berücksichtigt werden.
Die Land- und Ernährungswirtschaft hat eine enge wechselseitige Beziehung mit der Umwelt, den natürlichen Ressourcen und der Landschaft. Sie trägt mit einer an den Standort angepassten Produktion zur Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen bei. Die Herausforderungen liegen hier insbesondere in der weiteren Reduktion der Umweltbelastung und in einem effizienteren Einsatz aller Ressourcen. Daneben erbringt die Landwirtschaft durch die Flächennutzung Agrarökosystemleistungen, die sowohl der nachhaltigen Nahrungsmittelproduktion dienen oder auf die Erwartungen der Gesellschaft an ihren Lebensraum ausgerichtet sind. Beispiele sind die Erhaltung und die Förderung der Biodiversität oder die Pflege der Kulturlandschaft.