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Vernehmlassung 2015/55: Strategie der Schweiz zu invasiven gebietsfremden Arten · 82 Seiten
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Strategie der Schweiz zu invasiven gebietsfremden Arten Entwurf
gebietsfremde Arten sollen frühzeitig erkannt und ihr Auftreten in der Schweiz möglichst verhindert werden (Schadensvorbeugung, Schadensverhütung). Eine frühzeitige Erkennung des Auftretens bietet die Möglichkeit zur Tilgung erster Einzelvorkommen. Gezielte Bekämpfungsmassnahmen vermindern die negativen Auswirkungen bereits etablierter gebietsfremder Arten und verhindern die weitere Ausbreitung (Eindämmung).
Abbildung 1-3 Handlungsoptionen im Verlauf einer biologischen Invasion, um Ereignisse,
wie im Szenario des BABS zur Massenverbreitung invasiver Arten21 aufgezeigt, nicht Realität werden zu lassen.
1.1.5 Schlussfolgerungen & Handlungsbedarf
Unter die Definition invasiver gebietsfremder Arten nach Kapitel 1.1 fallen Arten verschiedenster taxonomischer Herkunft. Sie unterscheiden sich hinsichtlich ihrer ökologischen Eigenschaften wie z.B. Standortansprüche, Reproduktionsart und –raten, Konkurrenzverhalten etc. Hinzu kommt, dass nicht von allen invasiven gebietsfremden Arten dieselben Risiken für Mensch, Umwelt oder Wirtschaft ausgehen. Aufgrund dieser unterschiedlichen Eigenschaften und im Hinblick auf die in Abb. 1-3 aufgezeigten Handlungsoptionen hat eine Priorisierung zu erfolgen. Diese Priorisierung erfordert ein dynamisches Entscheidungsmodell, das im Rahmen der Umsetzung der Strategie zu entwickeln ist. Es stützt sich auf wissenschaftliche Grundlagen und zieht die Erkenntnisse bereits umgesetzter Massnahmen mit ein. Eine differenzierte Einstufung von invasiven gebietsfremden Arten ist Voraussetzung dafür, dass artspezifische Präventions- bzw. Bekämpfungsmassnahmen definiert, priorisiert und – nach allfälliger Neubeurteilung der Lage – angepasst werden können. Grundsätzlich gilt: Je länger mit Massnahmen zugewartet wird, umso aufwändiger und teurer wird die Bekämpfung.