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Vernehmlassung 2015/58: Konzeptbericht Mobility Pricing · 68 Seiten

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V. Modularer Aufbau: Mobility Pricing ist ein modular konzipierter Lösungsansatz. Ein schrittweiser

Aufbau von Massnahmen und deren Erweiterung sowie ein Nebeneinander von Alt und Neu sollen möglich sein. Dieser Aufbau ermöglicht es, schrittweise die notwendigen Erfahrungen und Erkenntnisse zu sammeln. Mobility Pricing soll zudem so ausgestaltet werden, dass entsprechend dem föderalistischen Aufbau der Schweiz die Kantone und Gemeinden – wenn sie dies wollen – ihre Verkehrsabgaben und Verkehrssteuern ebenfalls darüber erheben können.

VI. Datenschutz: Der Datenschutz im Rahmen eines Mobility Pricing-Systems muss als integrales

Prinzip sowohl in die Planung als auch in die Umsetzung und den Betrieb einfliessen. Datenerhebung, -verwendung, -aufbewahrung sowie Datenlöschung müssen in einer gesetzlichen Grundlage klar definiert werden.

VII. Transparenz: Mobility Pricing ist für den Nutzer transparent und übersichtlich. Der Nutzer muss zur

Anpassung des Mobilitätsverhaltens über die entsprechenden Informationen verfügen. Transparenz und Nachvollziehbarkeit durchwirken das Mobility Pricing-System in seiner Gesamtheit: Finanzierung, Funktionsweise, Zielerreichung, Preisbildung, Verwendung der eingenommenen Gelder, Enforcement.

Abbildung 4: Grundprinzipien von Mobility Pricing

4. Methodisches Vorgehen

4.1. Morphologische Matrix

Die morphologische Matrix von Fritz Zwicky29 ist eine strategische Herangehensweise der Ideenfindung. Sie erlaubt komplexe Problemstellungen ganzheitlich zu erfassen und sämtliche möglichen Lösungen vorurteilslos zu analysieren. Das zu analysierende Problem wird dabei in Unterkategorien aufgespalten (Modellparameter). Das methodische Durchspielen aller Unterkategorien erleichtert die Entscheidungsfindung.

Für die Aufschlüsselung und Darstellung der Modellparameter von Mobility Pricing wurde die morphologische Matrix gewählt. Durch die Kombination der Modellparameter aus dem morphologischen Kasten ergeben sich mögliche Modellvarianten für die Schweiz (Vgl. Ziff. 5 und 6: Morphologische Kasten sowie Inhalt und Ausgestaltung von Mobility Pricing). Die Kombination der verschiedenen Modellparameter ergibt sich aus der Definition, dem Ziel und den beschriebenen Grundprinzipien.

29 Fritz Zwicky (1898–1974) entwickelte in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts die morphologische Analyse. Die mehrdimensionale Matrix bildet dabei das Kernstück dieser heuristischen Kreativitätstechnik.