Vorlage
Vernehmlassung 2015/58: Konzeptbericht Mobility Pricing · 68 Seiten
Fedlex · Vorlage · Seite 57Fedlex · Vorlage
N511-1025
Fernverkehr
Pricing Objekt ist der Fernverkehr, der nationale und internationale konzessionierte Eisenbahnpersonenverkehr zwischen den Zentren, der von Transportunternehmen eigenwirtschaftlich, d.h. ohne Abgeltungen betrieben wird.
Bahn
Pricing Objekt ist die Eisenbahn als schienengebundenes Verkehrssystem für den Transport von Gütern und Personen.
Bus
Pricing Objekt ist ein strassengebundenes Verkehrsmittel, das der Beförderung von mehreren Personen auf konzessionierten Linien dient.
Tram
Pricing Objekt ist der Tramverkehr, ein schienengebundenes Verkehrsmittel insbesondere für den Agglomerations- bzw. Stadtverkehr.
Schiff
Pricing Objekt ist der Schiffsverkehr, konkret die eidgenössisch konzessionierte Passagierschifffahrt auf den inländischen Flüssen, Seen und den Grenzgewässern sowie die Fahrgast- und die Güterschifffahrt auf dem Rhein.
Seilbahn
Pricing Objekt ist der eidgenössisch konzessionierte Seilbahnverkehr der dem Bundesgesetz über Seilbahnen zur Personenbeförderung (Seilbahngesetz, SebG, SR 743.01) unterliegt, folglich alle Seilbahnen, die der Personenbeförderung dienen, namentlich Luftseilbahnen, Standseilbahnen, Skilifte sowie ähnliche Transportanlagen mit Seilantrieb.
Pricing Subjekt: Wer bezahlt?
Verkehrsunternehmen
Pricing Subjekt sind die Unternehmen, die Personen- und/oder Güterverkehr auf eigener oder fremder Eisenbahninfrastruktur betreiben. In der Schweiz sind die meisten Bahngesellschaften sowohl Infrastrukturbetreiberin als auch Eisenbahnverkehrsunternehmen. Im Güterverkehr ist eine Reihe von Unternehmen im Netzzugang aktiv.
Kunde
Pricing Subjekt sind die Kunden, die den öV benutzen. Im Personenverkehr sind es die Passagiere, im Bahngüterverkehr Verlader, Speditionen und Operateure, die Leistungen bei den Bahnunternehmen einkaufen.
Nutzniesser
Pricing Subjekt sind die Nutzniesser des öV, hier im Sinne von Unternehmen, die in einem bestimmten Perimeter in Bezug auf den öV angesiedelt sind und damit im Sinne von Standortvorteilen und Rekrutierungsmöglichkeiten von einer gut ausgebauten öV-Infrastruktur profitieren. Unternehmen, bezahlen deshalb eine Art "öV-Abgabe" bzw. "öV-Steuer" (Vgl. dazu "versement transport" in Frankreich als Abgabe auf der Lohnsumme von Betrieben mit mehr als neun Beschäftigten).
Tarifgestaltung: Worauf basiert die Bepreisung und ob/wie wird differenziert?
Trassenpreis
Der Trassenpreis ist der Preis, den ein Eisenbahnverkehrsunternehmen der Infrastrukturbetreiberin für die Benützung einer Trasse zu bezahlen hat. Als Trasse gilt die exakte Festlegung, welcher Streckenabschnitt zu welcher Zeit durch einen bestimmten Zug belegt werden darf. Die Trasse hat somit eine zeitliche und eine räumliche Komponente. Zu vergleichen ist sie mit dem Slot im Flugverkehr.