Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2015/69: Verordnung über die Krankenversicherung (KVV) · 12 Seiten

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 Aufgrund einer im Auftrag von santésuisse durchgeführten Umfrage lehnen die Versicherten die Änderungen ab.

FR hat den Eindruck, dass die Vorlage keinem wirklichen Bedarf entspricht.

VD weist auf einer Studie hin, wonach die direkten Leistungen der schweizerischen Haushalte mehr als 30 % der Gesundheitskosten betragen. Dieser Anteil sei im internationalen Vergleich hoch. Da der von den Haushalten getragene Anteil einkommensunabhängig sei, schaffe er Ungleichheiten. Auf Massnahmen, welche diese verstärken könnten, wie der Verzicht auf gewisse Franchisen und die Senkung von Franchisenrabatten, sei deshalb zu verzichten.

4.2 Abschaffung bestimmter Franchisen (Art. 93 KVV)

4.2.1 Zustimmung

Kantone (11/12): BE, BS, BL, GE, GR, NE, NW, OW, SH, TI, UR (bezüglich Franchisen für Kinder), VS

Parteien (1): SPS

Dachverbände der Wirtschaft (2): SGB, travail.suisse

Andere (6): Cerebral , FER, FRC, Impfentscheid, SKS, Stegmüller

befürworten oder zumindest akzeptieren den Verzicht auf gewisse Wahlfranchisen.

Zur Begründung führen sie an, damit werde das System vereinfacht und der Verwaltungsaufwand vermindert. Es seien verhältnismässig wenig Versicherte betroffen.

UR schlägt vor, für die Kinder die verbleibenden Franchisen, in Anlehnung an die Franchisen der Erwachsenen, auf 300 und 500 Franken festzulegen.

4.2.2 Ablehnung

Kantone (12/13): AG, AI, FR, GL, LU, SG, SO, SZ, TG, UR (bezüglich Franchisen für Erwachsene) VD, ZG, ZH

Parteien (4): CVP, FDP, Grünliberale, SVP

Dachverbände der Wirtschaft (3): Economiesuisse, SBV, SGV

Andere (23): Aerne, asd, BEKAG, BFG, Comparis, CP, curafutura, FMH, Groupe Mutuel, Helsana, KKA, KPOS, medswiss.net, OMCT, pharmaSuisse, SAG, santésuisse, SBV-ASMI, senesuisse, SSO, SVPC, SVV, VLSS

lehnen den Verzicht auf gewisse Franchisen ab. Sie sehen nicht ein, weshalb die verschiedenen Franchisen die Versicherten überfordern sollten. Die unterschiedlich hohen Franchisen seien einfach nachvollziehbar und das zusätzlich eingegangene Risiko abschätzbar. Die Versicherten seien mit den Franchisen vertraut und durchaus in der Lage, die für sie geeignete Franchise zu wählen. Ihre Wahlfreiheit und der Wettbewerb werde grundlos eingeschränkt.

Sie weisen darauf hin, dass immerhin rund 600'000 Erwachsene schlechter gestellt würden. Hingegen würde niemand besser gestellt. Auch die Solidarität werde nicht verbessert.

Sie verweisen auf eine im Auftrag von santésuisse durchgeführte Umfrage, wonach die Versicherten mit den heutigen Franchisen zufrieden sind.

PharmaSuisse erklärt, dass eine Abschätzung des Verwaltungsaufwandes der Versicherer für die Umstellung fehle.