Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2015/69: Verordnung über die Krankenversicherung (KVV) · 12 Seiten

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 Mit der Senkung der Rabatte wird das Prämienvolumen in der Grundversicherung vergrössert. Dadurch werden künftige Prämienerhöhungen abgefedert, was für den amtierenden Innenminister ein willkommener Effekt wäre. Ohne die Kosten zu senken dürfte er im Herbst eine kleinere Prämienerhöhung verkünden. Es würde sich jedoch um einen einmaligen Dämpfungseffekt handeln, der nicht nachhaltig ist. Im Gegenteil: mittel- und langfristig würden die Prämien stärker wachsen, weil der Sparanreiz bei den Versicherten kleiner würde.

 Die Versicherten mit Wahlfranchisen reichen ihre Rechnungen erst ein, wenn sie die Franchise übersteigen, damit wird der Verwaltungsaufwand der Versicherer reduziert.

Die Solidarität der Jüngeren mit den Älteren wird überstrapaziert, die Familien wer-

den überbelastet

 AG, BL, OW, TI, ZG, ZH, Economiesuisse, Groupe Mutuel, santésuisse und andere: Die Solidarität der Jüngeren mit den Älteren und der Gesunden mit den Kranken würde überstrapaziert.

 OW, SO, TI, CVP, Groupe Mutuel, curafutura, KKA: Familien wären überproportional betroffen im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung.

 Helsana kann auf Basis der Daten ihres Versichertenkollektivs den Vorwurf nicht bestätigen, die Versicherten mit höheren Wahlfranchisen würden – sobald Leistungskosten anfallen – in tiefere Franchisenstufen wechseln. Denn selbst wer dies möchte, kann selten genau vorhersagen, wann welche Kosten anfallen. Auch vermeintlich Gesunde sind plötzlich mit Krankheitskosten konfrontiert. ... Versicherte, die sich für eine höhere Franchise entscheiden, übernehmen also ein erheblich höheres Risiko, da sie bei anfallenden Kosten einen grösseren Teil selber berappen müssen. Der Franchisenrabatt ist nichts anderes als eine Entschädigung für dieses zusätzlich getragene Risiko. Untersucht man z.B. den Anteil der Versicherten, die pro Jahr Krankheitskosten von über 1‘000 Franken ausweisen, so zeigt sich, dass auch in den hohen Franchisenstufen 20 Prozent der Versicherten darunter fallen. Für sie würde sich bei einer Kürzung der Rabatte die hohe Franchise erst recht nicht mehr lohnen. Mit einem Wechsel in eine tiefere Franchisenstufe müsste dann die Grundversicherung für die Kosten aufkommen, die diese Versicherten derzeit selbst berappen.

 Risikoausgleich schafft genügend Solidarität

 Curafutura, KKA, SBV, santésuisse gehen davon aus, dass der verfeinerte Risikoausgleich die Solidarität zwischen gesund und krank gewährleistet und genügend Solidarität schafft.

 TG, ZH, Economiesuisse, Groupe Mutuel, gehen davon aus, dass der auf 2017 in Kraft tretende verfeinerte Risikoausgleich die Versicherer ohnehin dazu bewegen wird, ihre Rabatte zu prüfen und bei Bedarf zu senken.

4.4 Andere Vorschläge

4.4.1 Allgemein

Mehrere Teilnehmenden beantragen, die Eigenverantwortung zu stärken und Anreize für einen haushälterischen Umgang mit den zur Verfügung stehenden Mitteln zu schaffen.

4.4.2 Ordentliche Franchise erhöhen

 GR, FDP, SVP, Aerne, asd, Curafutura, Comparis, Economiesuisse, FMH, Groupe

Mutuel, KKA, santésuisse, SBV, SGV, senesuisse, SSO, beantragen, die ordentliche