Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2015/69: Verordnung über die Krankenversicherung (KVV) · 12 Seiten

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Franchise zu erhöhen (GR, Economiesuisse, SBV, santésuisse, Comparis auf 500 Franken; senesuisse, SGV: mindestens 500 Franken).

 Comparis beantragt zudem, sie regelmässig der Teuerung anzupassen.

4.4.3 Höhere Wahlfranchisen erlauben

 Die FDP, Curafutura, Economiesuisse, FMH, Groupe Mutuel, KKA, SSO, Stegmüller be-

antragen, die Maximalfranchise zu erhöhen (FDP "substantiell"; Curafutura, FMH, SSO: 3'000 Franken; Economiesuisse, Stegmüller: 5'000 Franken).

 Die SVP fordert den Bundesrat auf zu prüfen, ob die Obergrenze der frei wählbaren

Franchise in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung aufgehoben werden kann.

4.4.4 Zeitlich gestaffelte Rabattsenkung

FR legt Wert darauf, dass die Rabatte interessant für die Versicherten bleiben. Deshalb wäre eine zeitlich gestaffelte Senkung der Rabatte zweckmässiger. Damit könne die Prämienerhöhung für die betroffenen Versicherten gedämpft werden. Zudem könne der optimale Rabatt besser ermittelt werden, um ein Gleichgewicht zu finden zwischen der Kostensenkung aufgrund der Rabattsenkung und der Kostenerhöhung aufgrund der Zunahme der Anzahl Versicherter, die ihre Franchise erreichen.

4.4.5 Mehrjährige Bindung an Wahl der Franchise

 AG, BL, BS, GL, GR, OW, SG, SZ, TG, TI, UR, VS, ZH, CVP, CP, BEKAG, Economiesu-

isse, FMH, KKA, medswiss.net, SBV-ASMI, Curafutura, santésuisse, senesuisse, SKS, SVPC, asd, VLSS schlagen vor, mit der Wahl einer höheren Franchise die Verpflichtung zu verbinden, über mehrere Jahre mit der gleichen Franchise versichert zu bleiben. Genannt wird eine Vertragsdauer von 2 oder 3 Jahren. Einige halten fest, dass der Versicherer dennoch soll gewechselt werden können.

 FDP, SVP, BFG, Curafutura, Helsana, SGV, schlagen vor, Mehrjahresverträge zu ermög-

lichen. Gemäss BFG, Curafutura und Helsana würden Versicherte mit mehrjährigen Verträgen einen höheren Rabatt erhalten als solche mit Einjahresvertrag.

 SGV schlägt alternativ vor, festzulegen, dass die Franchisen von Jahr zu Jahr nur um

eine Stufe erhöht oder gesenkt werden können.

Einwände:

 AG schränkt ein, dass eine längere Vertragsdauer nur unter der Bedingung sinnvoll wäre,

dass die Mittel bei Bedarf vorhanden sind. Dies könnte mit einem Sperrkonto sichergestellt werden.

 Die SKS spricht sich gegen mehrjährige Verpflichtungen aus. Eine unerwartete Ver-

schlechterung des Gesundheitszustandes könnte zu finanziellen Schwierigkeiten während mehreren Jahren führen.

4.4.6 Besondere Versicherungsformen besser regeln und fördern

 AG geht davon aus, dass es für die Versicherten schwierig ist, sich bei den alternativen

Versicherungsmodellen zurecht zu finden, und regt an, die Bonusversicherung etwas zu überarbeiten und zu fördern.

 Helsana schlägt vor, die koordinierte Versorgung mit finanziellen Anreizen zu fördern.  Die FRC schlägt vor, die Solidarität durch die Verbesserung der besonderen Versiche-

rungsformen zu stärken, indem diese besser geregelt werden. Die als Entgelt für Einschränkungen gewährten Rabatte sind ansprechend, wenn die Regelungen einfach sind und der gewählte Hausarzt nicht plötzlich grundlos aus der Liste der anerkannten Leistungserbringer gestrichen werden kann.