Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2018/21: Wirksamkeitsbericht 2016-2019 des Finanzausgleichs zwischen Bund und Kantonen unter Einschluss von Vorschlägen zur Anpassung des Bundesgesetzes über den Finanz- und Lastenausgleich (FiLaG) · 176 Seiten
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Wirksamkeitsbericht des Finanzausgleichs zwischen Bund und Kantonen
Zwischen 2008 und 2018 war in vier von elf Jahren die massgebende Jahresteuerung negativ. Dennoch hat sich die Dotation in diesem Zeitraum um 35,7 Millionen (5,2%) erhöht. Ein Teil davon (30,8 Mio.) ist darauf zurückzuführen, dass der Bund 2012 die Mehrbelastung der Kan- tone bei der Einführung der NFA (Verletzung der Haushaltsneutralität) kompensiert hat.
Der geografisch-topografische Lastenausgleich
Der geografisch-topografische Lastenausgleich besteht aus drei unabhängigen Teilelementen. Die Ausgleichszahlungen für die Sonderlasten aufgrund der Höhenlage werden mit dem Indikator «Anteil der Einwohner über 800 Meter» berechnet. Bei der Steilheit ist es der Indikator «Mittlere Höhe der produktiven Fläche», und die «Kosten der Weite» werden aufgrund der beiden Indikatoren «Anteil der Einwohner ausserhalb von Siedlungsgebieten» und «Geringe Bevölkerungsdichte» ermittelt. Die nachfolgende Abbildung zeigt auf, wie die 18 ausgleichsberechtigten Kantone im Jahr 2018 für ihre geografisch-topografischen Sonderlasten entschä- digt wurden.
Abbildung 2.10 GLA-Ausgleichsbeträge der berechtigten Kantone 2018 in Franken pro
Abb. 2.10: GLA-Ausgleichsbeträge pro Kopf der berechtigten Kantone 2018
Einwohner
GR
AI
AR
UR
VS
OW
GL
NE
JU
Höhe SZ
TI Steilheit FR Weite
NW
BE
LU
TG
SG
VD
0 100 200 300 400 500 600700
Die Ausgleichsbeträge insgesamt und die Verteilung auf die einzelnen Sonderlasten veränderten sich zwischen 2008–2018 kaum. Dies ist nicht weiter erstaunlich, weil aufgrund der Datenlage in den ersten fünf Jahren die Indikatoren Höhe und Steilheit überhaupt nicht, und der Indikator Weite nur sehr beschränkt aktualisiert werden mussten. Mit dem System der neuen Volkszählung lassen sich seit dem Referenzjahr 2014 alle Indikatoren jährlich neu berechnen. Dennoch sind auch in Zukunft keine grossen Schwankungen zu erwarten, da es sich zum grossen Teil um stabile strukturelle Indikatoren handelt.